Eheschließung
Rhauderfehner Paar sagt am 2. 2. 2022 „Ja“
In Rhauderfehn heiraten am 2. 2. 2022 vier Paare standesamtlich. Schnapszahlen sind als Hochzeitsdatum überaus beliebt. In diesem Jahr ist es in der Region etwas anders.
Rhauderfehn - Bei vielen Paaren sind sogenannte Schnapszahlen als Heiratstermin beliebt. Dieses Jahr wartet der Februar gleich mit zwei Schnapszahlen auf: Mittwoch, 2. 2. 2022 und Dienstag, 22. 2. 2022. Wie viele Paare haben sich in unserer Region für diese Termine entschieden? Wir haben beim Standesamt Rhauderfehn und den umliegenden Ämtern nachgefragt. Das Ergebnis erstaunt ein bisschen: Der zu erwartende Rund auf die Hochzeitstermine mit Schnapszahl blieb nämlich aus.
Saterland: Kaum Nachfrage
„Ich habe nur einen Termin für den 2. 2. 2022 bekommen. Das kann man gar nicht glauben, wir haben auch vermutet, dass wir einige Anmeldungen für den Termin bekommen. Ich denke, das ist auch der aktuellen Lage geschuldet“, berichtet Stefanie Bluhm vom Standesamt Saterland. Die „Lage“ bedeutet: Im Rathaus gilt 3G, maximal zehn Personen dürfen ins Trauzimmer. Es gibt Desinfektionsmittel und Spuckschutz. Wegen der Maskenpflicht entfällt der Sektempfang im Gebäude. Alle Corona-Maßnahmen werden bei der Anmeldung mit dem Paar vorab besprochen. Und: Der Februar sei generell nicht der Heiratsmonat. „Beliebt sind Mai und September“, weiß Bluhm aus Erfahrung.
Zwei in Ostrhauderfehn
In Ostrhauderfehn lagen Ende Januar zwei Anmeldungen für den 2. 2. 2022 vor. Ein Paar überlegte noch. Auch hier gelten die gleichen Corona-Maßnahmen wie in Saterland. „Die Paare, die sich gemeldet haben, wollten auch nicht viele Gäste mitbringen. Ihnen ist das Datum wichtig, nicht die Größe der Feier. Die große Feier wird nachgeholt“, so Standesbeamtin Rita Santjer. „Man kann es manchmal gar nicht sagen, woran es liegt. Aber wenn es ein Samstag wäre, hätten wir sicher mehr Termine.“
Für den 22. 2. 2022 gebe es bereits vier Anmeldungen zur Trauung. Die ersten Anfragen erfolgten bereits im Sommer letzten Jahres. Einige Paare meldeten sich aber auch spontan und kurzfristig, berichtet Santjer. „Auch für den 22. 04. 2022 liegen vier Anmeldungen vor.“ Das ist laut Santjer für einen Tag schon verhältnismäßig viel. „Bis zu 6 Trauungen wären möglich. Zwischen den Trauungen ist eine Stunde Pause zum Lüften, Desinfizieren und Vorbereiten. Im Rathaus gibt es keinen Sekt. Was nach der Trauung draußen noch passiert, und wer alles kommt, kann das Paar nicht beeinflussen.“ Am 18. 08. 2018 gab es im Standesamt Ostrhauderfehn sechs Trauungen.
Eine Trauung in Barßel
In Barßel sieht die Lage ähnlich aus. Dennis Lüthje, Organisation Sozial-, Standes-, Ordnungs- und Meldeamt, sieht die Ursache in Corona. Am 2 .2. 22 gebe es eine Trauung im kleinen Rahmen. Es sei die zweite Hochzeit in diesem Jahr. Am 22. 2. 22 lassen sich drei Paare trauen. Davon sei eine Anmeldung aus dem letzten Jahr. „Es verschiebt sich alles aufgrund der schwierigen Corona-Lage. Ohne Pandemie wäre mehr Ansturm bei diesem Datum“, so Lüthje. Barßel hat durchschnittlich 60 Trauungen im Jahr. 2021 waren es 48.
Mehr Nachfrage vor Pandemie in Westoverledingen
Im Standesamt Westoverledingen liegen für die erste und zweite Schnapszahl im Februar zwei Anmeldungen zur Eheschließungen vor. „Es gilt 3G. 10 Personen dürfen mit Maske ins Trauzimmer, Brautpaar und Standesbeamter sind von der Maskenpflicht befreit“ berichtet Standesbeamter Helmut ter Hazeborg. „Wir haben ein sehr großes Trauzimmer. Links und rechts vom Tisch stehen Luftreinigungsgeräte, Abstand halten ist möglich. Vor der Pandemie hatten wir bei der Schnapszahl 18. 8. 2018 sechs Eheschließungen.“
In Rhauderfehn sind es vier
Im Standesamt Rhauderfehn werden am 2. 2. 2022 vier Brautpaare getraut. „Für uns sind vier Trauungen an einem Tag schon viel. Die Paare dürfen ja nicht groß feiern“, sagt Standesbeamtin Hannelore Janßen. Sie und Marco Groenewold führen die Trauungen durch.
Jessica Heils (24) und Lars Pickhardt (31) gehören zu den vier Paaren, die sich an diesem Tag das Ja-Wort in Rhauderfehn geben. Corona sorgte bei ihnen dafür, dass sie ihre Hochzeitspläne immer wieder verschieben mussten.
„Das ziehen wir jetzt durch“
Den Heiratsantrag machte Lars Pickhardt seiner Freundin Weihnachten vor drei Jahren. Dann sind die beiden zusammen gezogen. „Wir warten schon lange auf die Hochzeit. Der 17.7.2020 war unser ursprünglicher Termin. Beim Standesamt und in der Kirche war alles sicher. Dann kam der Lockdown. Wegen Corona mussten wir kurzfristig alles absagen“, erinnert sich Jessica Heils.
„Wir wollten unsere Hochzeit groß feiern, mit der Familie. Das ging wegen der Corona-Verordnung 2021 auch nicht. Der 2. 2. 2022 ist ein einzigartiger Tag. Den gibt es so nicht wieder. Das wollen wir auch mit unserer Hochzeit verbinden. Sie soll einzigartig sein“, sagen sie. „Komme, was wolle. Dieses Mal wollen wir es durchziehen.“