Freizeit

Vor allem Jugendliche nutzen neuen Fehntjer Trampolinpark

Clarissa Scherzer
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Von Clarissa Scherzer
| 04.02.2022 14:03 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 3 Minuten
Natascha Alfers im Ninja-Parcours. Foto: Scherzer
Natascha Alfers im Ninja-Parcours. Foto: Scherzer
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Erst machte Corona ihr einen Strich durch die Rechnung. Doch im Herbst 2021 eröffnete Natascha Alfers ihren Trampolinpark in Rhauderfehn. Dort kann man mehr als hüpfen.

Rhauderfehn - Drei, zwei, eins, los! Rauf auf die Schaukeln, bloß nicht runterfallen. Von Seil zu Seil weiter über die hohe Hürde hinweg, ran an die Lianen. Über Balken rennen, dann die Podeste überwinden. Nur noch ein paar Klimmzüge machen und zack, auf den Buzzer hauen. Erster! So sportlich ist der Ninja Parcour - eines von vielen Sportangeboten im Jump’n Kick. Der neue Trampolinpark in Rhauderfehn wurde im November letzten Jahres in der Werftstraße eröffnet.

Springen, klettern, hüpfen: Im Trampolinpark kann man sich austoben. Foto: Scherzer
Springen, klettern, hüpfen: Im Trampolinpark kann man sich austoben. Foto: Scherzer

Natascha Alfers (43) ist die Geschäftsführerin des Unternehmens. Sie hat sich damit einen Herzenswunsch erfüllt. Ihr Mann unterstützt sie im Hintergrund. Er ist für das Handwerkliche zuständig, wie Aufbau und Reparatur. Ihre drei Kinder - 9, 12 und 13 Jahre alt - sind begeistert mit dabei. Der Älteste hilft auch mit aus und verdient sich so etwas dazu. „Unsere Kleine geht sehr gerne mit in die Halle. Unser jüngerer Sohn ist eher ein Sportmuffel, doch beim Trampolin-Springen vergisst er, dass er Sport macht“, erzählt Natascha Alfers lachend.

Zwei Jahre Vorbereitung

2018, weit vor Corona, hatte die gelernte Friseurin bereits die Idee, etwas neues zu machen. Ihr Sohn wollte gerne zu einem Trampolinpark. Da dachte sie sich, das sei eine gute Alternative zu den Indoor-Spielplätzen, die es in der Region schon gibt. Von der Idee bis zur Umsetzung vergingen ganze zwei Jahre. Im Vorfeld mussten viele Fragen geklärt werden. Als schließlich alles soweit erledigt war, wollten sie starten. Doch Corona stoppte sie. „Erst kam der Lockdown. Zum Sommer hin wollten wir aufbauen. Das hat aus behördentechnischen Gründen nicht funktioniert. Es hat sich rausgeschoben. Dann gab es Lieferschwierigkeiten beim Material.“

Erst im Herbst 2021 konnte das Jump’n Kick seine Türen öffnen. Aufgrund der damaligen Corona-Regelungen fiel die Feier klein aus. Das Geschäft lief aber gut an. „Jetzt merkt man, dass es die Runde macht. Es wird nach und nach voller“, stellt Alfers zufrieden fest.

Bis zu 100 Jugendliche am Tag

Die Jugendlichen, die nachmittags zum Springen, Toben, Bolzen und Kicken vorbei kommen, sind begeistert. Eine Fläche von 2000 Quadratmetern bietet ihnen Raum, sich auf dem Fußballfeld und den Trampolinen verschiedenartig auszuprobieren und auszutoben. „Ich persönlich find alles im Großen und Ganzen sehr gut. Es macht Spaß, von Trampolin zu Trampolin zu springen. Und dann hin und wieder auch mal ins Luftkissen.“, sagt Juno (10).

„Mein absolutes Highlight ist Valo-Jump, eine Art Bildschirm-Trampolin, auf dem man springt, und der Computer die Bewegungen von einem im Spiel darstellt“, erzählt er nach seinem ersten Besuch im Trampolinpark. „Was ich leider nicht geschafft habe, war der Ninja-Parcour. Ich konnte nicht mit dem Seil zum anderen Ende schwingen.“ 80 bis 100 Jugendliche sind laut Alfers geschätzt pro Tag in der Halle. Selbstverständlich unter Einhaltung der Corona-Regelungen.

Die Halle ist kein Neubau und sehr kalt. Das ist das nächste größere Projekt, an dem Natascha Alfers gemeinsam mit ihrem Mann arbeiten wird. Wenn das geschafft ist, hofft sie, bleibe vielleicht auch Zeit, selber mal auf den Trampolinen zu hüpfen.

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