Bildung in Leer

Geschichte des UEG: Wenn der Platz knapp wird

Michael Kierstein
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Von Michael Kierstein
| 30.01.2022 12:02 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 3 Minuten
Zwei Seminarfächer haben sich mit der Geschichte des UEG auseinandergesetzt. Foto: UEG
Zwei Seminarfächer haben sich mit der Geschichte des UEG auseinandergesetzt. Foto: UEG
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Das Ubbo-Emmius-Gymnasium blickt auf eine lange Geschichte zurück. Mit Umzügen und Ausbauten an der Schule haben sich nun Schüler beschäftigt. Auch ein Blick in die Zukunft ist dabei.

Leer - 1909 bekam das Königliche Realgymnasium und Gymnasium, wie das UEG damals noch hieß, seinen heutigen Standort. Vorher war das Gymnasium in der heutigen Wilhelmine-Siefkes-Schule an der Königstraße. Doch der Platz am alten Standort reichte nicht mehr. Das haben Schüler aus zwei Seminarfächern der Schule nun recherchiert.

Es ist das generelle Dilemma: Der Platz scheint immer ausgeschöpft. Klar ist, auch an der Königsstraße war nicht der erste Standort der Schule. Mindestens zwei mal hat das Gymnasium seinen Platz gewechselt. Die Schüler hatten sich aus der Historie der Schule einige Aspekte herausgesucht und formten aus diesen eine Ausstellung, die im Sommer öffentlich gezeigt werden soll. Im Kern dreht es sich dabei um die Geschichte der Bildungseinrichtung. Auch heute hat die Schule wieder ihre Kapazitätsgrenze erreicht.

Was und warum

Darum geht es: Mal wieder sind die räumlichen Möglichkeiten des UEG erschöpft.

Vor allem interessant für: Alle, die das Gymnasium kennen sowie Geschichtsinteressierte

Deshalb berichten wir: Schüler des UEG haben sich mit der Geschichte ihrer Schule beschäftigt.

Den Autoren erreichen Sie unter: m.kierstein@zgo.de

„Wir sind voll ausgelastet“, sagt die Schulleiterin Ute Wieligmann. 105 Lehrkräfte arbeiten am UEG und 1311 Schülerinnen und Schüler sind heute an der Schule. Hinzu kommen allerdings mehrere Außenstellen, die das Problem auffangen. Zudem wurde auf dem Schulhof ein Pavillon geschaffen. „Wir haben dennoch keinen freien Raum mehr“, sagt die Schulleiterin. Ähnlich war es auch 1909, als die Schule einen neuen Standort bekam. Solche Pläne gibt es heute aber nicht.

„Eine Erweiterung der Schule ist derzeit nicht geplant“, bestätigt Wieligmann. Der letzte Neubau stammt aus dem Jahr 1972. Dafür wurde das alte Rektorenhaus abgerissen und auch ein Teil des Aulatraktes musste weichen. Er war jedoch notwendig, denn es änderte sich etwas Grundlegendes an der Schule: Dies war das Jahr, in dem zum ersten Mal Mädchen zum Unterricht zugelassen wurden.

Einer der Treppenaufgänge im Altbau. Foto: privat
Einer der Treppenaufgänge im Altbau. Foto: privat

„Die Ergebnisse dieser Interviews sind sehr eindrücklich. Einige der ehemaligen Schülerinnen wollten damals nicht mehr zurückkommen“, erklärt der Schüler Albrecht Ihering. Das Leben für Mädchen an den Gymnasien war anfangs hart, da weder Lehrer noch Mitschüler an geschlechtergemischten Unterricht gewohnt waren. Dass 1972 Mädchen an die Schule kamen, war jedoch nicht wirklich neu. „Es gab auch vor 1972 schon vereinzelt Mädchen hier“, sagt Köhler. Die damalige zahlenmäßige Unterlegenheit hat sich nun aber gewandelt. Heute sind die Mädchen am UEG sogar in der Überzahl. 736 Mädchen stehen 575 Jungen gegenüber. Der Platz reicht jedoch nicht mehr aus.

Neben dem Bau haben sich die Schüler auch mit der Namensherkunft der Schule, der Geschichte der Naturwissenschaften und vielen weiteren Aspekten beschäftigt. Wann genau die Ausstellung eröffnet werden soll, ist noch unklar.

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