Finanzen

Sanierungen: SPD Moormerland will Runden Tisch für Sport

Karin Lüppen
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Von Karin Lüppen
| 27.01.2022 18:01 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 2 Minuten
Das Sportheim des FC Oldersum ist in die Jahre gekommen. Dieser Verein ist nicht der einzige in Moormerland, der einen Sanierungsbedarf hat. Foto: privat
Das Sportheim des FC Oldersum ist in die Jahre gekommen. Dieser Verein ist nicht der einzige in Moormerland, der einen Sanierungsbedarf hat. Foto: privat
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Das Kunstrasenprojekt Veenhusen ist aus Kostengründen gestoppt. Auf Vorschlag der SPD will die Gemeinde nun alle Vereine in Moormerland anhören. Es gebe viele marode Sportanlagen in der Gemeinde.

Moormerland - Nachdem das Projekt Kunstrasenplatz mit dem Beschluss des Gemeinderates Moormerland vorerst gestoppt wurde, kommt nun von der SPD der Vorschlag, einen Runden Tisch für die Moormerländer Sportvereine einzurichten. Denn über das Millionenprojekt Kunstrasen hinaus gebe es großen Sanierungsbedarf bei den Sportanlagen in der Gemeinde.

Der Vorschlag wurde vom Verwaltungsausschuss, dem ranghöchsten Gremium nach dem Gemeinderat, einstimmig befürwortet. Noch im ersten Quartal 2022 soll es das Treffen geben. Laut Bürgermeister Hendrik Schulz (SPD) werden Vertreter der Verwaltung sowie der Fraktionen dabei sein. Die Vereine sollen in Kürze eingeladen werden, sagte er auf Anfrage. „Ausdrücklich wurde im Rat bekräftigt, dass man auch zukünftig die Moormerländer Sportvereine finanziell unterstützen will und beim Kunstrasenplatz-Projekt im Dialog mit den Vereinen bleiben wird“, heißt es in der von der SPD-Fraktion verschickten Mitteilung zu dem Vorschlag. Die SPD stehe im Austausch mit den Vereinen und wisse daher, „dass es in mehreren Vereinen Sanierungs-, Umbau und Neubaubedarf gibt“, so der stellvertretende Fraktionsvorsitzende Jens de Vries.

Viele marode Sportstätten

Auf Nachfrage sagte der Oldersumer, dass mindestens der FC Oldersum, der SV Warsingsfehn und der VfL Jheringsfehn betroffen seien, aber auch weitere Vereine, deren Vereinsheime oder Sportanlagen dringend einer Sanierung bedürften. Bei dem Treffen solle erörtert werden, welcher Bedarf in den nächsten Jahren besteht.

Die Hoffnung auf den Kunstrasenplatz, der bei Fortuna Veenhusen gebaut und von sechs Vereinen genutzt werden sollte, hat die SPD jedoch nicht ganz aufgegeben. Mit den am Kunstrasenplatz-Projekt beteiligten Vereinen sollten Gespräche darüber geführt werden, wie ein solches Vorhaben in Zukunft doch noch in Moormerland umgesetzt und vor allem finanziert werden könne, heißt es in der Mitteilung.

Der Bau des Platzes war kürzlich verworfen worden, nachdem die geplante Finanzierung durch die Gemeinde gescheitert war. Ursprünglich war man davon ausgegangen, dass die Kosten bei 1,5 Millionen Euro liegen würden, ein Zuschuss von 675.000 Euro aus dem Förderprogramm des Projektträgers Jülich war bereits zugesagt. Doch dann ergab eine neue Berechnung, dass der Bau des Kunstrasenplatzes 2,025 Millionen Euro kosten würde, der Gemeindeanteil hätte dann bei 1,35 Millionen Euro gelegen. Daraufhin hatte der Gemeinderat dem Projekt eine Absage erteilt.

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