Berlin

Ablenkung im Homeoffice: So bleiben Sie konzentriert

Jan-Malte Wortmann
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Von Jan-Malte Wortmann
| 26.01.2022 09:23 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 4 Minuten
Der schnelle Blick aufs Smartphone ist einer der größten Ablenkungsfaktoren im Homeoffice und kann schnell zu Konzentrationsschwierigkeiten führen. Foto: imago images/Westend61
Der schnelle Blick aufs Smartphone ist einer der größten Ablenkungsfaktoren im Homeoffice und kann schnell zu Konzentrationsschwierigkeiten führen. Foto: imago images/Westend61
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Gerade im Homeoffice wird man häufig abgelenkt und es fällt schwer, sich zu konzentrieren. Wir zeigen Ihnen, welche größten Konzentrations-Killer Sie vermeiden sollten, damit Sie entspannter und fokussierter arbeiten können.

Sie kommen mit der Arbeit kaum hinterher, doch irgendwie können Sie sich einfach nicht richtig konzentrieren, ständig werden Sie durch irgendetwas abgelenkt. Kommt Ihnen das bekannt vor? Besonders im Homeoffice berichten viele Beschäftigte und Studierende von Konzentrationsproblemen.

Die Ablenkungsfaktoren sind aber auch einfach zu vielfältig: Der schnelle Blick aufs Smartphone, kurz was im Internet nachgucken, die Katze, die Kinder, der Kühlschrank oder eine unaufgeräumte Wohnung. Wie kann es gelingen, trotzdem konzentriert und entspannt zu arbeiten? Wir geben Tipps für weniger Ablenkung im Homeoffice und erklären, welche Konzentrations-Killer Sie vermeiden sollten.

Einer der größten Konzentrations-Killer ist ständige Ablenkung, beispielsweise durch das Handy. Das Gehirn registriert jedes Klingeln oder Aufleuchten des Displays. Wenn man ständig aus seinen Gedanken und seinem Arbeitsfluss gerissen wird, ist es kaum möglich, konzentriert zu arbeiten.

Legen Sie das Handy also während der Arbeit in einen anderen Raum oder zumindest auf stumm geschaltet mit dem Bildschirm nach unten hin – das kann für die Konzentration schon Wunder wirken.

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Um konzentriert arbeiten zu können, sollten Sie sich möglichst auf das Wesentliche konzentrieren. Denn wenn Sie zu viele Aufgaben auf einmal bearbeiten wollen, schwächt das nicht nur Ihre Konzentration, sondern kann auch häufiger zu Fehlern führen. Multitasking kann für unser Gehirn schnell in Stress münden und wir fühlen uns überfordert oder überlastet. Wenn Ihnen zwischendurch etwas Wichtiges einfällt, notieren Sie es sich. So ist der ablenkende Einfall erstmal aus dem Kopf und Ihr Gehirn wird entlastet.

Das ist natürlich nicht bei jedem Menschen so. Doch wenn Sie merken, dass Ihnen Multitasking schwerfällt, sollten Sie ausreichend Zeit für wichtige Aufgaben einplanen. „Viele Menschen kommen mit Multitasking gut zurecht. Das Gehirn ist auf die Informationsflut trainiert. Allerdings gibt es auch Menschen, die vor allem dann effizient und fehlerfrei arbeiten, wenn sie die Dinge nacheinander erledigen und sich auf eine Sache fokussieren können”, erklärte Sabine Köhler, Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie, gegenüber „t-online”.

Wenn Ihnen die Möglichkeit gegeben ist, schotten Sie sich für die Dauer der Arbeit ab. Richten Sie sich einen festen Arbeitsplatz ein, der möglichst wenig Ablenkung bietet. Ideal ist ein separates Arbeitszimmer, doch auch im Schlaf- oder Wohnzimmer ist es möglich, konzentriert zu arbeiten. Halten Sie Ordnung auf Ihrem Schreibtisch und räumen Sie private Dinge wie Bücher oder Zeitschriften lieber weg. Auch ein bequemer Stuhl und vielleicht sogar ein höhenverstellbarer Schreibtisch verbessern die Konzentration.

Um seltener abgelenkt zu werden, können Sie auch Ihre Familie oder Mitbewohner um Rücksicht bitten und feste Zeiten vereinbaren, in denen Sie ungestört arbeiten möchten. Im Gegenzug können Sie auch Zeiten festlegen, die ganz der Familie gehören. Ohnehin sind klare Arbeitszeiten im Homeoffice sehr wichtig, um Stress entgegenzuwirken und nach Feierabend besser abschalten zu können.

Das Gehirn braucht regelmäßige Regenerationszeiten, um sich auszuruhen und Eindrücke zu verarbeiten. Dass Konzentration und Leistungsfähigkeit irgendwann schwinden, ist ganz natürlich. Achten Sie deshalb darauf, regelmäßig Pausen einzulegen. Wechseln Sie für diese Zeit auch gerne den Raum oder gehen Sie kurz an die frische Luft. Versuchen Sie, berufliche Aspekte während Ihrer Pause weitestgehend auszublenden, so gelingt die Erholung am besten.

Wer zu lange krampfhaft versucht, sich auf eine Sache zu konzentrieren, blockiert außerdem seine Kreativität, erklärt die Expertin Sabine Köhler. Deswegen komme auch häufig die zündende Idee unter der Dusche oder bei einem Spaziergang. Am effektivsten sei daher ein Wechsel aus konzentriertem Arbeiten und Entspannung.

Auch Bewegungsmangel kann zu Konzentrationsschwierigkeiten führen. Regelmäßige Bewegung sorgt dafür, dass Stresshormone abgebaut und das Gehirn mit Sauerstoff versorgt werden. Das verbessert die Aufnahme- und Konzentrationsfähigkeit. Gehen Sie beispielsweise in der Mittagspause spazieren oder bauen Sie kurze Yoga-Übungen in Ihren Arbeitsalltag ein.

Was häufig unterschätzt wird: Die falsche Ernährung kann ebenfalls ein Konzentrations-Killer sein. Wer in der Mittagspause eine zu schwere Mahlzeit zu sich nimmt, fällt hinterher allzu häufig in ein Konzentrationstief. Denn Verdauung braucht Energie, die dann wiederum für das konzentrierte Arbeiten fehlt.

Greifen Sie in der Mittagspause daher lieber zu leicht verdaulichen Speisen wie einer Suppe, einem Salat oder magerem Hühnchen und Gemüse. Auch ein Verdauungsspaziergang kann helfen, das Mittagstief abzumildern.

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