CDU-Parteitag

Neustart mit Merz

Rena Lehmann
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Ein Kommentar von Rena Lehmann
| 23.01.2022 16:06 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 2 Minuten
Der neue CDU-Parteivorsitzende Friedrich Merz. Foto: Kappeler/dpa
Der neue CDU-Parteivorsitzende Friedrich Merz. Foto: Kappeler/dpa
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Die CDU wagt den dritten Neustart in drei Jahren, diesmal mit Friedrich Merz. Warum es diesmal klappen kann.

Ein sichtlich berührter Friedrich Merz durfte sich beim digitalen Parteitag der CDU über ein bemerkenswert hohes Ergebnis von fast 95 Prozent der Delegiertenstimmen freuen. Nach der Mitgliederbefragung, die klar zugunsten des 66-jährigen Sauerländers ausging, hätte ein schwaches Ergebnis einen echten Fehlstart bedeutet. Dass Merz tatsächlich auch der richtige Parteichef zur richtigen Zeit sein könnte, hat er in seiner kurzen und klaren Rede gezeigt.

Zweimal enttäuschte Merz bei den ersten Anläufen mit schwachen Bewerbungsreden. Diesmal saß jedes Wort. Hier sprach der selbstbewusste neue Chef einer Oppositionspartei. Das dürfte auch die Bundestagsfraktion ermutigen, aus der Findungsphase herauszukommen und auf Angriff zu schalten.

Auch in der zweiten Reihe der Parteiführung bleibt kaum ein Stein auf dem anderen. Langjährige Wegbegleiter von Angela Merkel wurden mit überaus bescheidenen Ergebnissen gewählt oder konnten sich gar nicht mehr durchsetzen. Die Partei setzt damit das Signal, dass sie sich von der allgegenwärtigen langjährigen Chefin und Bundeskanzlerin endgültig abgenabelt hat. Merz könnte damit gelingen, was weder Armin Laschet noch Annegret Kramp-Karrenbauer gelang. Für einen Neuaufbruch standen beide nie. Das war in den vergangenen drei Jahren das Problem der CDU

Die Autorin erreichen Sie unter mantel@zgo.de

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