Osnabrück
Preisschock: Verbraucher nicht im Regen stehen lassen
Heizen, Autofahren, Lebensmittel - alles wird teurer. Angesichts der auf Rekordwerte gestiegenen Inflation braucht es endlich einen Ausgleich für die Verbraucher. Ein Kommentar.
Das Schreckgespenst Inflation ist zurück. Und die große Frage lautet: Ist die Teuerung gekommen um zu bleiben? Für viele Menschen, vor allem für die mit geringeren Einkommen, ist das eine zentrale Frage.
Schon jetzt beklagt jeder neunte Deutsche, mit seinem Einkommen kaum noch auszukommen. Die Inflation hat dazu massiv beigetragen. Um 3,1 Prozent ist sie 2021 gestiegenen. Dass ausgerechnet Energie sich extrem verteuert hat und auch Lebensmittel deutlich mehr kosten, wirkt sich besonders fatal aus. Denn diesen Ausgaben kann man nicht aus dem Weg gehen – gerade für Menschen mit wenig Einkommen ist das ein Schlag ins Kontor.
Eine rasche Trendumkehr ist zunächst nicht zu erwarten. Zwar fallen preistreibende Sondereffekte wie die Wiederanhebung der Mehrwertsteuer im neuen Jahr weg. Doch noch immer machen Lieferengpässe der Wirtschaft zu schaffen. Auch verharrt die Europäische Zentralbank weitgehend in Untätigkeit. Und dann ist da noch die „grüne Inflation“, die gewollte Verteuerung fossiler Energien etwa durch den CO2-Preis auf Öl und Gas. Diese Inflation wird auf jeden Fall bleiben.
Umso wichtiger ist sozialer Ausgleich. Der geplante Heizkostenzuschuss von einmalig 135 Euro für die Bezieher von Wohngeld ist ein Anfang, aber wohl nicht ausreichend, zumal man noch gar nicht weiß, wie kalt und teuer der Winter wird. Abzuwarten bleibt auch, wie weit die geplante Abschaffung der EEG-Strompreis-Umlage die wachsenden Belastungen kompensieren kann.