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Studie offenbart: Mit dieser Maske wirken Sie attraktiver

Ankea Janßen
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Von Ankea Janßen
| 18.01.2022 17:28 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 2 Minuten
portrait einer jungen frau mit strickmütze und maskeauf der straße portrait einer jungen frau mit strickmütze und maskea Foto: www.imago-images.de
portrait einer jungen frau mit strickmütze und maskeauf der straße portrait einer jungen frau mit strickmütze und maskea Foto: www.imago-images.de
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Der Mund-Nasen-Schutz wird oft als lästig empfunden. Doch eine Studie zeigt: Er lässt Menschen attraktiver wirken. Allerdings schmeichelt nicht jede Maske dem Gesicht.

Sie ist schon lange nicht mehr wegzudenken: In der Corona-Pandemie ist die Maske zum (teilweise verpflichtenden) alltäglichen Begleiter geworden. Wer Bus, Bahn, Supermarkt oder Klamottengeschäft betritt, greift zum Mund-Nasen-Schutz.

Lediglich die Augen des Masken-Trägers sind noch zu sehen, der Rest des Gesichts verschwindet. Forschende der School of Psychology der Cardiff University haben sich gefragt: Macht uns das attraktiver? Und mit welcher Masken-Art wirken wir besonders schön?

Tatsächlich wirken Menschen mit einem Mund-Nasen-Schutz attraktiver. Für die Studie haben Psychologen Frauen Bilder von Männergesichtern mit Maske gezeigt und sie nach Attraktivität bewerten lassen. Das Ergebnis: Am besten kam die standardmäßige medizinische OP-Maske an, auf Platz 2 landete die Stoffmaske. Auch ein Buch, das vor das Gesicht gehalten wird, wurde als ästhetisch empfunden. Darauf folgt das unverdeckte Gesicht.

Aktuell bewerten auch Männer Fotos von Frauen mit Maske. Laut Studienautor Michael Lewis sollen die Ergebnisse ähnlich ausfallen.

In der Fachzeitschrift „Japanese Psychological Reaerch” erschien bereits 2016 eine Studie zur Attraktivität von Maskenträgern – also lange vor der Corona-Pandemie. Forschende kamen jedoch damals zu ganz anderen Ergebnissen: Gesichter mit Maske wurden als weniger attraktiv wahrgenommen. Die Autoren sprachen von einem „Sanitary Mask Effect”: Demnach wurde die Maske mit Krankheiten in Verbindung gesetzt.

In der Corona-Pandemie ist die Maske jedoch gar nicht mehr aus den Gesichtern wegzudenken. Möglich, dass es sogar beunruhigend wirkt, wenn jemand auf den Mund-Nasen-Schutz verzichtet. Diese Überlegungen nannte Studienautor Lewis auch in einem Interview mit dem Guardian: Eine Person mit Maske vermittelt nicht mehr die Botschaft: Bloß möglichst viel Abstand halten.

Mittlerweile verbinde man Masken-tragende Menschen mit Personen, die im Gesundheitswesen arbeiten. In einer Zeit, in der wie uns verwundbar fühlen, könne das beruhigend wirken. Zudem sorgt der Mund-Nasen-Schutz dazu, dass der Fokus auf den Augen liegt.

Bereits frühere Studien aus der evolutionären Psychologie hätten ergeben, dass Menschen, deren eine Hälfte des Gesichts verdeckt wurde, als attraktiver bewertet werden. Das menschliche Gehirn malt sich den fehlenden Teil von allein aus – und zwar zum Vorteil der maskierten Person.

Dass Masken dem Gesicht schmeicheln, hat noch einen Grund: Wir finden Gesichter vor allem dann attraktiv, wenn sie besonders symmetrisch sind und bestimmten Proportionsgesetzmäßigkeiten folgen. Die Augen sind in der Regel sehr symmetrisch, nicht aber unsere Mundpartie, die viel häufiger schief ist.

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