Schwerin

Dreikönigstag: Was wird am 6. Januar eigentlich gefeiert?

Alexander Kruggel
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Von Alexander Kruggel
| 06.01.2022 10:31 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 2 Minuten
Die Heiligen Drei Könige aus Holz stehen auf einer Empore im Berliner Dom. Sie werden am Feiertag Heilige Drei Könige am 6.1.2022, zu der Krippe gestellt. Foto: dpa/Annette Riedl
Die Heiligen Drei Könige aus Holz stehen auf einer Empore im Berliner Dom. Sie werden am Feiertag Heilige Drei Könige am 6.1.2022, zu der Krippe gestellt. Foto: dpa/Annette Riedl
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Dreikönigstag, Sternsingen, Caspar, Melchior, Balthasar, Christus segne dieses Haus - alles bekannt? Wir erklären, was genau am 6. Januar gefeiert wird.

Dass es am 6. Januar anlässlich der Heiligen Drei Könige durchaus vorkommen kann, dass Sternensinger von Haus zu Haus ziehen und um milde Gaben oder Spenden für den guten Zweck bitten, ist wohl hinlänglich bekannt. Und obwohl diese Praxis häufiger in katholisch geprägten Regionen zu finden ist, wundert sich auch im evangelisch geprägten Norddeutschland wohl kaum jemand, wenn er am Donnerstag die mit Kreide am Türrahmen angebrachte Formel 20*C+B+M+22 liest. 

Auch wenn C+B+M teilweise unterschiedlich übersetzt wird: Entweder als die Namen der drei  Könige Caspar, Melchior und Balthasar oder - richtig - als „Christus mansionem benedicat“ - Christus segne dieses Haus.

Video: Wer waren Die Heiligen Drei Könige?

Weitere Gründe für eine Feier

Was allerdings kaum über den 6. Januar bekannt ist: Im Sinne der christlichen Überlieferung ist das Datum quasi der ultimative Feiertag. Denn dass die drei Weisen das Christus-Kind in Betlehem aufsuchten, ist nur eines von gleich drei biblischen Ereignissen, die sich an einem 6. Januar zugetragen haben sollen.

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Ereignis Nummer zwei ist die Taufe Jesu im Jordan durch Johannes, während derer laut der Bibel durch die Stimme des Herren die Akklamation Jesu als Sohn Gottes erfolgte. Und noch ein drittes Ereignis, ein wahres Wunder, soll an einem 6. Januar geschehen sein. Bei der Hochzeit zu Kana soll Jesus Wasser in Wein verwandelt haben. Gemeinsam haben alle drei Begebenheiten nach gewissen theologischen Auslegungen, dass in ihnen die Göttlichkeit Jesu offenbar wurde. Dass der 6. Januar in Deutschland nur in Baden-Württemberg, Bayern und Sachsen-Anhalt ein gesetzlicher Feiertag ist, ist angesichts dieser Fülle von Anlässen schwer nachvollziehbar.

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