Gesundheit

Schlaganfall-Station: CDU ruft Klinikum Leer zur Klage auf

| 05.01.2022 17:41 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 2 Minuten
Am Klinikum Leer gibt es derzeit keine Schlaganfall-Station. Foto: Ortgies/Archiv
Am Klinikum Leer gibt es derzeit keine Schlaganfall-Station. Foto: Ortgies/Archiv
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Seit Jahren wird schon über eine Schlaganfall-Station am Leeraner Klinikum diskutiert. Nachdem der Krankenhausplanungsausschuss des Landes die Pläne abgelehnt hat, empfiehlt die CDU eine Klage.

Leer - „Die CDU-Fraktion im Leeraner Kreistag ist sauer.“ So fängt die neueste Pressemitteilung der Christdemokraten an. Der Grund: „Trotz Zusage ist bis heute keine Entscheidung über eine Neurologie mit Schlaganfall-Station (Stroke Unit) am Klinikum Leer getroffen worden“, schreibt die CDU-Fraktion.

Noch im Mai habe Landesgesundheitsministerin Daniela Behrens (SPD) in einem persönlichen Brief mitgeteilt, dass sie eine Entscheidung bis Ende 2021 anstrebe, so die Christdemokraten. Ihre Vorgängerin, Dr. Carola Reimann (SPD), hatte laut Mitteilung sogar einen Beschluss bis Ende 2020 zugesagt. „Wir wollen uns nicht länger hinhalten lassen. Bereits 2014 hat das Klinikum Leer einen Antrag auf eine Neurologie gestellt. Seitdem wird eine Entscheidung immer wieder vertagt. Die Notwendigkeit einer wohnortnahen neurologischen Versorgung wird nicht gesehen. Dabei ist es medizinisch unbestritten, dass bei einem Schlaganfall jede Minute zählt“, so Grietje Oldigs-Nannen, Vorsitzende der CDU-Kreistagsfraktion.

Bau der Zentralklinik sollte berücksichtigt werden

Bei allen Überlegungen müssten auch die Pläne zum Neubau einer Zentralklinik in Georgsheil bedacht werden, so die CDU. In der Konsequenz werde dann die Stroke Unit in Emden wegfallen und sich die Fahrtzeit von Schlaganfallpatienten aus Teilen des Landkreises Leer weiter verlängern. „Deshalb empfehlen wir dem Klinikum Leer jetzt eine Klage, um die Versorgung von Notfallpatienten künftig sicherzustellen“, so Dieter Baumann, stellvertretender Vorsitzender der CDU-Kreistagsfraktion.

Zuletzt hatte sich der Krankenhausplanungsausschuss des Landes im November mit dem Thema befasst und sich gegen eine Neurologie in Leer ausgesprochen. Die endgültige Entscheidung liegt bei Gesundheitsministerin Behrens. Die CDU-Kreistagsfraktion hatte Mitte 2020 eine Unterschriftenaktion gestartet und der damaligen Gesundheitsministerin mehr als 5.000 Unterschriften aus dem Kreis Leer für eine Schlaganfall-Station in Leer überreicht. Mittlerweile seien mehr als 6.000 Unterschriften eingegangen.

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