Fund

Sorge wegen möglicher Giftköder in Holthusen

Vera Vogt
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Von Vera Vogt
| 04.01.2022 18:02 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 2 Minuten
Ein Hund freut sich über ein Leckerli. Im Holthuser Wald wurden welche verstreut. Diese machen den Hundehaltern Sorgen. Symbolfoto: Pixabay
Ein Hund freut sich über ein Leckerli. Im Holthuser Wald wurden welche verstreut. Diese machen den Hundehaltern Sorgen. Symbolfoto: Pixabay
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Futter und Leckerlis wurden an Bäumen im Holthuser Wald gefunden. Fotos kursierten bei Facebook. Ob es sich um Giftköder handelt, steht nicht fest. Was soll man tun, wenn man so etwas findet?

Holthusen - Hinter mehreren Bäumen im Holthuser Wald liegen Futter und Leckerlis aus. Diese Nachricht teilte eine besorgte Facebook-Nutzerin am Montag mit zwei Fotos. Am Dienstag kam ein weiterer Post hinzu, der das Stadtgebiet von Weener in die Warnung miteinschließt. Am Dienstag war der Sachverhalt der Polizei noch nicht bekannt, teilt Sprecherin Frauke Bruhns auf Nachfrage mit. Weeneraner Polizistinnen und Polizisten überprüften dies am Dienstagvormittag vor Ort. „Die Kollegen aus Weener waren im Holthuser Wald und konnten hier keine Feststellungen treffen. Eine Anzeige liegt bisher nicht vor“, so Bruhns. Die Verfasser der Posts oder wer Hinweise geben könne, möge sich bitte mit der Polizei in Verbindung setzen. Dann könne dem Sachverhalt nachgegangen werden.

Noch ist nicht bekannt, ob es sich nur um Futter handelt, oder ob Giftköder verteilt worden sind. Wie verhält man sich, wenn man einen solchen Fund macht? „Neben der Polizei können durch den Tierhalter das Veterinäramt und die zuständige Stadt oder Gemeinde informiert werden“, erklärt Bruhns. Werden Giftköder gefunden, könnten diese bei der Polizei abgegeben werden. Eine Untersuchung sei aber aus Kostengründen nicht möglich, so lange noch kein Tier vergiftet worden sei. In diesem Falle würden die Proben beim Lebensmittel- und Veterinärinstitut Oldenburg untersucht. Dieses gehört zum Niedersächsischen Landesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (Laves).

Zahl der Fälle ist nicht bekannt

Bei Anzeichen auf die Vergiftung eines Tieres sollte man unverzüglich zum Tierarzt gehen. Dieser kann nicht nur das Tier behandeln und hoffentlich retten, sondern „dient der Polizei als sachkundiger Zeuge“, so Bruhns. So gebe es hinreichende Verdachtsmomente und die Giftköder könnten, sofern vorhanden, untersucht werden. Dann würde eine Strafanzeige nach Paragraf 17 Tierschutzgesetz gefertigt.

Erst im November 2021 wurde über vermeintliche Giftköder im Phillipsburger Park in Leer berichtet. „Es kommt in unregelmäßigen Abständen vor, dass Funde von vermeintlichen Giftködern gemeldet werden. Die Nachweisbarkeit ist aber leider nicht immer möglich, da nur ein Tierarzt eine Vergiftung feststellen kann und erst dann eine Untersuchung eines vermeintlichen Köders erfolgt“, so Bruhns. Daher könne die Polizei keine exakte Angabe dazu machen, wie oft derartige Giftköder tatsächlich ausgelegt werden.

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