Bremen

Personen mit Waffen sorgen für Polizeieinsätze in Bremen

Eyke Swarovsky
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Von Eyke Swarovsky
| 02.01.2022 11:21 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 2 Minuten
Eine Frau mit einer Schreckschusspistole und ein Mann mit einem Softair-Gewehr haben am Samstag Polizeieinsätze in Bremen ausgelöst. Foto: Symbolfoto: Arno Burgi/dpa
Eine Frau mit einer Schreckschusspistole und ein Mann mit einem Softair-Gewehr haben am Samstag Polizeieinsätze in Bremen ausgelöst. Foto: Symbolfoto: Arno Burgi/dpa
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Zwei Personen mit Waffen haben am Neujahrsnachmitttag fast zeitgleich für Polizeieinsätze in Bremen gesorgt. Aus Spaß wurde Ernst.

Zunächst meldete eine Passantin laut einer Mitteilung der Polizei gegen 15 Uhr eine Person, die mehrere Schüsse aus dem Fenster eines Wohnhauses an der Gröpelinger Heerstraße abgab. Die Einsatzkräfte lokalisierten die Wohnung und sicherten den Bereich ab. Dabei kam es auch zu einer Sperrung der Gröpelinger Heerstraße mit entsprechenden Verkehrsbehinderungen. Eine 26 Jahre alte Frau gab sich als Schützin zu erkennen. Sie wollte laut eigenen Angaben die Schreckschusspistole ihres Bruders einfach mal ausprobieren. Die Waffe wurde beschlagnahmt, eine Strafanzeige gefertigt. 

Aus Spaß wird Ernst

Ein 38 Jahre alter Mann zielte zur selben Zeit mit einem täuschend echt aussehenden Sturmgewehr auf dem Bahnhofsplatz auf einen 31-Jährigen. Als er eine Streifenwagenbesatzung erblickte, steckte der Verdächtige die Waffe schnell in einen Mülleimer und lief davon. Die Einsatzkräfte kontrollierten den Mann und stellten die Softairwaffe sicher. Laut eigener Aussage wollte sich der 38-Jährige mit seinem 31 Jahre alten Bekannten nur einen Spaß erlauben. Aus Spaß wurde jedoch Ernst und die Polizei fertigte eine Strafanzeige wegen der Störung des öffentlichen Friedens durch Androhung von Straftaten. Zudem bekam der 38-Jährige einen Platzverweis ausgesprochen.

Polizei nimmt Hinweise ernst

Die weiteren Ermittlungen sowie die Prüfungen von Kostenrechnungen der Einsätze dauern an. In diesem Zusammenhang weist die Polizei Bremen daraufhin, dass laut Waffengesetz das Tragen von Anscheinswaffen in der Öffentlichkeit verboten ist. Damit sind Waffen gemeint, die täuschend echt aussehen, es aber nicht sind. Für die meisten Menschen seien Waffenattrappen kaum von echten zu unterscheiden. Die Polizei nimmt Hinweise auf derartige Vorfälle sehr ernst und gibt zu bedenken, dass sie zur Abwehr von Gefahren für andere und sich selbst so handeln muss, als sei die Waffe echt.

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