Gesundheit

Rettungskräfte hoffen auf ruhigen Silvesterdienst

Hans Passmann
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Von Hans Passmann
| 29.12.2021 13:02 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 3 Minuten
Sie hoffen auf wenige Einsätze an Silvester und Neujahr: Die Mitarbeiter/innen der Bereitschaft Barßel des Deutschen Roten Kreuzes (von links): Dominic Kanapin, Folkert Janssen, Lisa Neumann, Alina Pahlke, Carsten Brumunde, Corinna Schleu, Ina Janssen. Foto: Passmann
Sie hoffen auf wenige Einsätze an Silvester und Neujahr: Die Mitarbeiter/innen der Bereitschaft Barßel des Deutschen Roten Kreuzes (von links): Dominic Kanapin, Folkert Janssen, Lisa Neumann, Alina Pahlke, Carsten Brumunde, Corinna Schleu, Ina Janssen. Foto: Passmann
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In der Einsatzzentrale des Barßeler Roten Kreuzes sind die Einsatzkräfte, die Silvester Dienst haben, nicht undankbar über den Verkauf von Böllern. Es können auch so medizinische Notfälle eintreten.

Barßel - Wenn in der Silvesternacht in Barßel und im Saterland auf das neue Jahr mit einem Getränk angestoßen wird und trotz Corona in den Straßen die Raketen in den Nachthimmel steigen werden, wird auch bei der hauptamtlichen Rettungswache des Deutschen Roten Kreuzes in Barßel im Gesundheitszentrum angestoßen. Alkoholfrei, versteht sich, entweder mit Saft oder alkoholfreiem Sekt. „Der gehört auf den Bereitschaften zur Pflichtausstattung“, sagt Carsten Brumund mit einem Lachen. Er ist der Wachenleiter der Barßeler Bereitschaft. Dazu kommt eine Pizza auf den Tisch. „Die kann man auch noch kalt essen, wenn wir plötzlich zu einem Einsatz gerufen werden“, sagt Kollege Folkert Janssen. Da man sich derzeit in der Warnstufe 3 der Pandemie befindet, können nicht alle Mitarbeiter an einem Tisch sitzen und essen. Der Pandemieplan sehe vor, dass sie sich getrennt verköstigen. „Wir schauen mal, wie das alles klappt“, sagt Janssen. Die sechs Mitarbeiter von insgesamt 23 Nothelfern der Barßeler DRK-Bereitschaft die an Silvester Dienst schieben müssen, hoffen natürlich auf wenige Einsatzfahrten.

Die Rettungswache in Barßel ist eine von vier hauptamtlichen Rettungswachen, die der DRK-Kreisverband Cloppenburg im Kreisgebiet unterhält. Die drei anderen sind in Friesoythe, Cloppenburg und Löningen. In Barßel ist man deshalb an Feiertagen auch für die Gemeinde Saterland zuständig, wo sich in Strücklingen und Sedelsberg lediglich ehrenamtliche DRK-Bereitschaften befinden.

Hoffentlich keine Böller-Unfälle

Beim Roten Kreuz in Barßel geht man davon aus, dass die drei Fahrzeuge, zwei Rettungswagen und ein Notfallkrankentransport, nicht so oft wie sonst aus der Garage an der Langen Straße fahren müssen. „Wegen Corona darf ja nicht groß geböllert und gefeiert werden. Daher gehen wir davon aus, dass es weniger Verletzungen aufgrund der Knallerei geben wird. Aber man weiß ja nie. Einige haben sich ja Böller besorgt, die in Deutschland gar nicht zugelassen sind“, stellt Brumund fest.

Vor zwei Jahren vor Corona war es mit den Knallkörpern noch anders. Da hatte es zu Silvester mehrere Einsatzfahrten gegeben. „Da kam es beispielsweise zu Hand- und Augenverletzungen“, sagt Brumund. Aber auch an Silvester könne es ja zu anderen medizinischen Notfällen kommen: Ob Schlaganfall, Atemnot oder Herzinfarkt – häufig kommt es bei der Hilfe auf jede Minute an. Das sei das ganz normale Tagesgeschehen.

Milde Temperaturen vorhergesagt

Da zur Jahreswende milde Temperaturen angesagt, werde es wohl keine Glätteunfälle geben. Dass sie zu Silvester nicht mit der Familie, Freunden oder Bekannten auf 2022 anstoßen können, finden die Rettungskräfte nicht allzu problematisch. „Sicher wäre das sehr schön. Aber zu helfen und zu retten, das ist nun einmal unser Job. Wir versehen den Dienst aus Liebe zu den Menschen“, sagt Folkert Janssen.

Auf der Barßeler Wache hofft man, dass das Krankenhaus auf vier Rädern zur Jahreswende nur selten benötigt wird. Auch über Weihnachten gab es für die Rettungskräfte nur wenige Einsätze. Auch einen geschmückten Tannenbaum gab es auf der Wache. „Am Weihnachtsbaum brannten die Kerzen und bunte Kugel leuchteten. Aber auf Weihnachtslieder haben wir verzichtet. So gut können wir nicht singen. Wir können besser erste Hilfe leisten. Zur Stärkung gab es Raclette“, schildert Sanitäterin Alina Pahlke.

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