GA-Weihnachtsaktion

FIP freut sich über Resonanz und Wertschätzung

Astrid Fertig
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Von Astrid Fertig
| 28.12.2021 17:54 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 4 Minuten
Der Vorsitzende des Fördervereins KIDS zugunsten der Facheinrichtung für Intensivpflege FIP, Johannes Budde (von links), der Leiter der FIP, Volker Bley, und sein Stellvertreter Rolf Kornblum, sowie die Sozialarbeiterin der Einrichtung, Silke Eckel, freuen sich über die große Resonanz, die die GA-Weihnachtsaktion hervorgerufen hat. Foto: Fertig
Der Vorsitzende des Fördervereins KIDS zugunsten der Facheinrichtung für Intensivpflege FIP, Johannes Budde (von links), der Leiter der FIP, Volker Bley, und sein Stellvertreter Rolf Kornblum, sowie die Sozialarbeiterin der Einrichtung, Silke Eckel, freuen sich über die große Resonanz, die die GA-Weihnachtsaktion hervorgerufen hat. Foto: Fertig
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Der GA widmet seine Weihnachtsaktion dem Förderverein KIDS der Facheinrichtung für Intensivpflege in Barßel. Dort werden Schwerstkranke gepflegt. Für sie soll eine Rollstuhl-Rikscha gekauft werden.

Barßel - Von einem berührenden Erlebnis in der Weihnachtszeit berichtet Johannes Budde, der Vorsitzende des Fördervereins KIDS zugunsten der Facheinrichtung für Intensivpflege, FIP, in Barßel. Dem Verein hat der General-Anzeiger in diesem Jahr seine Weihnachtsaktion gewidmet. Von den Spenden soll eine Rollstuhl-Rikscha angeschafft werden.

Im Advent, erzählt Budde, sei eine Frau in die Facheinrichtung gekommen. Sie habe der Sozialarbeiterin Silke Eckel, die auch dem Vorstand des Fördervereins angehört, einen Umschlag gegeben. Darin sei eine Weihnachtskarte gewesen mit guten Wünschen und dem Satz „. . . zur Unterstützung Ihrer vielseitigen Arbeit“. Diese Aussage bezog sich auf das Geld, das sich in dem Umschlag befand: 1000 Euro. Sie wolle anonym bleiben, sagte die Frau. Aber es sei ihr ein Anliegen, die Arbeit des Fördervereins zu unterstützen.

Vielfältiges Interesseund Anteilnahme

Dieses Erlebnis steht stellvertretend für das vielfältige Interesse, die Anteilnahme und die Spendenbereitschaft, die die GA-Weihnachtsaktion bei unseren Leserinnen und Lesern ausgelöst hat. Das bestätigen Volker Bley, der Leiter der Facheinrichtung, sein Stellvertreter Rolf Kornblum und Silke Eckel. Viele Leute hätten sie auf die Geschichten aus der FIP angesprochen, die der GA im Rahmen der Weihnachtsaktion veröffentlicht hat, sagt Volker Bley. Die Berichte seien auch oft Thema gewesen bei den Teamsitzungen in der Facheinrichtung.

Das Therapeutenteam bemüht sich, den Patienten ein Stück Alltag zu ermöglichen. Hier steht Sabine Peters-Hempen neben ihrer Kollegin Stefanie von Garrel in einem Freistehbarren. Mit diesem Gerät arbeiten sie zusammen mit den Patienten. Foto: Fertig
Das Therapeutenteam bemüht sich, den Patienten ein Stück Alltag zu ermöglichen. Hier steht Sabine Peters-Hempen neben ihrer Kollegin Stefanie von Garrel in einem Freistehbarren. Mit diesem Gerät arbeiten sie zusammen mit den Patienten. Foto: Fertig

Weil fortlaufend Berichte erschienen, sei die Arbeit mit den Schwerstkranken aus verschiedenen Perspektiven betrachtet worden. „Das sind Einblicke, die wir sonst nicht erreichen“, stellt Bley fest. „Hier haben Leser vieles erfahren, das sonst nicht an die Öffentlichkeit dringt.“

Wilko Kramer und Anika Roßmüller sind beide seit zehn Jahren in der Facheinrichtung für Intensivpflege, der FIP in Barßel, tätig. Sie empfinden ihre Arbeit als sehr erfüllend.
Wilko Kramer und Anika Roßmüller sind beide seit zehn Jahren in der Facheinrichtung für Intensivpflege, der FIP in Barßel, tätig. Sie empfinden ihre Arbeit als sehr erfüllend.

Zurückhaltung beiÖffentlichkeitsarbeit

Dass die FIP sonst diese Öffentlichkeit nicht sucht, liegt in der Natur der Einrichtung. Dort werden Menschen gepflegt, die nicht mehr selbst darüber entscheiden können, wer etwas von ihnen erfährt. Entsprechend zurückhaltend ist die Leitung damit, Einblick zu gewähren. Es ist Bley und Kornblum sehr wichtig, die Privatsphäre der Menschen zu schützen und zu bewahren, die ihnen anvertraut sind.

Die Facheinrichtung für Intensivpflege ist seit 2007 in einem eigens dafür errichteten Gebäude am Barßeler Mühlenweg ansässig. Foto: Fertig
Die Facheinrichtung für Intensivpflege ist seit 2007 in einem eigens dafür errichteten Gebäude am Barßeler Mühlenweg ansässig. Foto: Fertig

„Viele Leute kennen die Facheinrichtung nur als großes Gebäude an der Barßeler Mühlenstraße“, sagt Johannes Budde. Als Fördervereinsvorsitzender versucht er ebenfalls, die Arbeit, die in der FIP geleistet wird, an Schulen und bei Veranstaltungen näher zu bringen. Durch die GA-Weihnachtsaktion sei dieses Bemühen ein großes Stück weitergebracht worden, findet er. Auch der Aspekt, dass es jeden Menschen treffen kann, Opfer einer Krankheit oder eines Unfalls zu werden und gepflegt werden zu müssen, sei deutlich geworden.

Freude über Wertschätzung der Arbeit

Volker Bley freut sich außerdem über die Wertschätzung, die die Arbeit von Pflegekräften und Therapeutenteam der FIP erfahren habe. Einiger seiner Leute seien angesprochen worden. „Du arbeitest doch auch dort“, habe es geheißen. Mit einem gewissen Stolz hätten die Mitarbeiter das bestätigt. Es ist eine wertvolle und verantwortungsvolle Tätigkeit, die sie ausüben.

Einrichtungsleiter und Fördervereinsvorstand freuen sich auch darüber, dass die Gemeinde Barßel aufgeschlossen ist für die Bedürfnisse der Menschen in der FIP und ihrer Familien. Auch mit dem Kreisgesundheitsamt arbeite man gut zusammen, empfinde den Umgang als partnerschaftlich.

Die Gemeinde Barßel bemüht sich um Barrierefreiheit auf ihren Wegen und Straßen. Darauf wurde auch beim gerade sanierten Deichwanderweg entlang der Soeste geachtet. Foto: Passmann
Die Gemeinde Barßel bemüht sich um Barrierefreiheit auf ihren Wegen und Straßen. Darauf wurde auch beim gerade sanierten Deichwanderweg entlang der Soeste geachtet. Foto: Passmann

Durch Corona sei die Atmosphäre im Haus eine andere geworden. Es ist schwieriger, Besuche zu ermöglichen. Die Weihnachtsfeier mit den Angehörigen musste erneut ausfallen. Doch den Kontakt zu den Familien der Patienten zu pflegen, sei ein wichtiges Anliegen „und ein ganz großer Teil unserer Arbeit“, wie Bley sagt. „Ein bisschen stolz darauf“, seien er und sein Team, dass das trotz der Pandemie bisher gut funktioniert habe.

Rollstuhl-Rikscha wird auf jeden Fall gekauft

Was das Ziel der GA-Weihnachtsaktion betrifft, von dem Spendengeld ein Rollstuhl-Fahrrad zu kaufen, versichert Fördervereinsvorsitzender Budde: „Wir vom Vorstand sind uns einig, dass wir das Gerät auf jeden Fall anschaffen.“ Es vereinfache es, dass Familien draußen unterwegs sein können, und auch FIP-Patienten mal rauskommen, um Sonne und Wind zu spüren.: https://www.paypal.com/donate?hosted_button_id=38XPGLGFYG8MC

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