Ausdauersport

Laufwettbewerb: 2500 Ostfriesen jagen jetzt die Schwaben

Sören Siemens
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Von Sören Siemens
| 23.12.2021 08:36 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 2 Minuten
Noch bis zum 9. Januar werden Kilometer gesammelt. Ob beim Laufen oder Gehen, das ist egal. Anmeldungen sind auch noch möglich. Foto: Pixabay
Noch bis zum 9. Januar werden Kilometer gesammelt. Ob beim Laufen oder Gehen, das ist egal. Anmeldungen sind auch noch möglich. Foto: Pixabay
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Seit kurzem läuft der Wettbewerb Ostfriesen gegen Schwaben, die in Führung liegen. Ossiloop-Chef Edzard Wirtjes hofft auf noch mehr Starter. Beim Gegner sorgt derweil ein Olympiasieger für Motivation.

Leer - 360.000 Kilometer waren es vergangenes Jahr, 405.000 sollen es diesmal sein. „Dann wären wir Ostfriesen einmal zum Mond gelaufen“, sagt Edzard Wirtjes. Der ostfriesische Lauf-Papst richtet mit Markus Ebner aus Ulm zum zweiten Mal den Lauf „Ostfriesen gegen Schwaben“ aus. Beim lockeren Wettstreit der Nord- gegen die Südwestlichter jagen momentan 2500 Ostfriesen die Schwaben. Denn diese führen – stand Mittwochabend – mit rund 38.300 Kilometern zu 35.307 Kilometern.

Auch Ossiloop-Chef Edzard Wirtjes und seine Frau Heike Dirks steuern wie vor einem Jahr wieder Kilometer bei. Dabei darf auch spaziert werden. Foto: Archiv
Auch Ossiloop-Chef Edzard Wirtjes und seine Frau Heike Dirks steuern wie vor einem Jahr wieder Kilometer bei. Dabei darf auch spaziert werden. Foto: Archiv

Ossiloop-Organisator Edzard Wirtjes glaubt aber fest daran, dass der Vorjahressieg von 360.000 zu 290.000 Kilometern wiederholt werden kann. „Dazu brauchen wir aber noch mehr Starter und Starterinnen auf unserer Seite. Jeder Kilometer zählt: egal ob gejoggt, gewalkt oder einfach beim Spazieren gehen zurückgelegt“, sagt Wirtjes. Selbst die Kilometer beim Rausgehen mit dem Hund werden gewertet. „Alle können teilnehmen.“

4800 Ostfriesen waren es letztes Mal

Seit dem 19. Dezember und noch bis einschließlich zum 9. Januar läuft der Winter-Spaß-Wettbewerb, der vergangenes Jahr in Lockdown-Zeiten als Licht im Corona-Tunnel ins Leben gerufen wurde. Die Initiatoren des Einstein-Marathon aus Ulm und dem Umland hatten die Idee, in drei Wochen mehr Kilometer zu sammeln als die Ostfriesen. Bei der Premiere mussten sie sich am Ende 4800 fleißigen Männern und Frauen von Esens bis Leer geschlagen geben.

„Auch vergangenes Jahr waren nicht direkt 4800 Ostfriesen dabei. Ich hoffe deshalb, dass sich nach dem Endspurt vor Weihnachten in den nächsten Tagen noch einige anmelden. Die Kilometer können auch problemlos nachgetragen werden“, erklärt Edzard Wirtjes. Dies alles ist auf der Homepage von „Spaß mit Sport“ möglich. Gespendet werden soll und darf auch. In diesem Jahr kommt der Erlös Wohnungslosen zugute. Schon fast 10.000 Euro sind eingegangen.

Olympiasieger mit Motivationsvideo

Auf ostfriesischer Seite hat Frank Tabbert von der LG Ostfriesland mit 160 Kilometern bisher die meisten gesammelt. Beim ersten Duell „Ossiloop“ gegen „Einstein-Marathon“ war er schon der ostfriesische Laufkönig (660 Kilometer). Die spektakulärsten 24,6 Kilometer aller Teilnehmer sammelten bisher sicherlich Ina Janssen und Marco Dierich aus Hesel. Er machte ihr am Sonntag während des Köhlbrandbrückenlaufes in Hamburg einen Heiratsantrag, sie sagte Ja.

Das Paar geht nun auch weiter auf Kilometerjagd gegen einen Gegner, der dieses Mal gewinnen will. Barcelona-Olympiasieger Dieter Baumann (5000 m) hat in einem Video sein Team auf schwäbische Weise motiviert: Er ermahnt die Schwaben an allem zu sparen – nur nicht an Kilometern.

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