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Glasfaser-Ausbau: Im Endspurt fehlen noch ein paar Prozente

| | 17.12.2021 12:53 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 2 Minuten
Mit kleinen blauen Täfelchen zeigen einige Anwohner, wie hier am Neuen Weg in Rhauderfehn, dass sie dabei sein wollen. Foto: Hellmers
Mit kleinen blauen Täfelchen zeigen einige Anwohner, wie hier am Neuen Weg in Rhauderfehn, dass sie dabei sein wollen. Foto: Hellmers
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Bürger in Westrhauderfehn, Collinghorst und Ostrhauderfehn können sich bis Samstag bei der Deutschen Glasfaser für den Breitband-Ausbau entscheiden. Um das Projekt umzusetzen, fehlen aber noch zahlreiche Verträge.

Rhauderfehn/Ostrhauderfehn - Die letzten Zahlen vor dem Stichtag bei der Nachfragebündelung des Unternehmens Deutsche Glasfaser sind am Freitag veröffentlicht worden. In jeder Gemeinde müssen, damit dort Glasfaser-Leitungen ausgebaut werden, jeweils 40 Prozent der Haushalte mitmachen. Aber insbesondere in Rhauderfehn fehlen noch zahlreiche Verträge.

Rhauderfehn – darunter fasst der Internetanbieter die Orte Westrhauderfehn und Collinghorst zusammen – liegt bei 30 Prozent. In Ostrhauderfehn sieht es etwas besser aus. Dort haben 36 Prozent der potenziellen Kundenhaushalte die Verträge unterschrieben. In Westrhauderfehn und Collinghorst gebe es 4400, in Ostrhauderfehn, Idafehn und Holterfehn 3000 potenziell mögliche Kundenhaushalte.

Unternehmen ist optimistisch

Trotz der fehlenden Verträge ist Christian Backs, Sprecher der Deutschen Glasfaser, zuversichtlich, dass die notwendige Menge an Verträgen noch erreicht wird. In anderen Orten seien oft im Endspurt noch viele Kunden auf den letzten Metern hinzugekommen. Dass hoffe er auch für die beiden Orte im Oberledingerland. Nachdem der Service-Punkt am Rhauderfehner Untenende am Samstagmittag schließt, könnten auch noch bis Sonntag über das Internet Verträge abgeschlossen werden.

Das Ergebnis, ob in einer der Gemeinden oder in beiden Glasfaser-Anschlüsse bis vor die Haustür verlegt werden, soll noch vor Weihnachten bekanntgegeben werden, so Backs weiter. Eine Verlängerung des Bündelungszeitraums sei unter gewissen Umständen möglich. „Das hat es schon gegeben, wenn uns die Prozente zuversichtlich stimmen“, sagt Backs. Da würden aber auch noch weitere Faktoren eine Rolle spielen.

Leistungsfähige Netzform

Bei der Glasfaser-Technologie geht es grundsätzlich um schnelleres und stabileres Internet. Bei vielen Haushalten bremsen derzeit noch die deutlich langsameren Kupferleitungen die Datenübertragung aus – je größer der Abstand zum Verteiler und je mehr Leute darauf zugreifen desto langsamer. Diese Probleme gibt es bei Glasfaser nicht. „Diese Anschlusstechnologie gilt technisch als die potenziell leistungsfähigste Netzform, die sich den heutigen und zukünftigen Anforderungen optimal anpassen lässt“, schreibt Michael Reifenberg von der Bundesnetzagentur auf Nachfrage.

Ostrhauderfehns Bürgermeister Günter Harders und sein Rhauderfehner Kollege Geert Müller (beide parteilos) sehen die aktuelle Aktion als große Chance, den Breitbandausbau in den Zentren voranzutreiben. Müller schreibt dazu: „Ich denke, dass es ein so umfassendes Angebot zum eigenwirtschaftlichen Angebot in den nächsten fünf Jahren nicht geben wird.“

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