Justiz
17-jähriger Bahn-Rüpel muss ins Gefängnis
Ein junger Mann aus Bösel muss für zwei Jahre ins Gefängnis. Er hatte die Böseler Museumseisenbahn beschädigt. Doch das war nicht seine einzige Tat.
Bösel/Cloppenburg - Das dürfte die Jugendlichen, die immer wieder die Böseler Museumseisenbahn zerstören und beschmutzen, aufhorchen lassen. Denn das Jugendgericht am Cloppenburger Amtsgericht hat jetzt einen 17-Jährigen aus Bösel unter Einbeziehung früherer Urteile zu insgesamt zwei Jahren Jugendgefängnis verurteilt. Der 17-Jährige muss die Strafe verbüßen. Ein gleichaltriger Mitangeklagter muss für drei Wochen ins Jugendgefängnis („Warnschussarrest“).
Damit reagierte das Gericht unter anderem auf den ständigen Vandalismus an der Böseler Museumseisenbahn. Immer wieder werden dort Fenster zerschlagen, Türen aufgebrochen, Getränke geklaut und Wände mit Farbe beschmiert. Die Betreiber der Museumseisenbahn, die sich ehrenamtlich für die Museumseisenbahn einsetzen, können davon ein Lied singen. Heute repariert und gesäubert, ist morgen schon alles wieder zerstört und beschmutzt. Das jetzige Urteil dürfte ein klares Signal senden an all diejenigen, die mutwillig und immer wieder die Böseler Museumseisenbahn zerlegen. Erst im September war der Hauptangeklagte wegen gleicher Taten verurteilt worden. Nun kamen neue Taten hinzu. Dem Jugendgericht reichte das. Jetzt geht es für die Angeklagten ins Gefängnis. Beide sind erheblich vorbestraft.
Fenster zerschlagen und Türen eingetreten
Im Verfahren hatten die Angeklagten erklärt, dass an der Museumseisenbahn bereits alle Fenster zerschlagen und die Türen eingetreten waren, als sie dort vorstellig geworden seien. Neben dem mutmaßlichen Vandalismus wurden den Angeklagten auch Körperverletzungsdelikte vorgeworfen. Sie sollen Schüler auf dem Weg zur Schule verprügelt haben.
Das jetzige Urteil gegen den 17-jährigen Hauptangeklagten aus Bösel ist rechtskräftig geworden. Nun muss er ins Jugend-Gefängnis.