Regierungsbildung
Johann Saathoff wechselt ins Innenministerium
Neben der Personalie Siemtje Möller hat nun auch der SPD-Bundestagsabgeordnete Johann Saathoff Gewissheit, wie es in der Ampel-Koalition mit ihm weitergeht. Auf jeden Fall wird für ihn vieles neu.
Berlin - Die kommende Bundesinnenministerin Nancy Faeser (SPD) hat am Dienstag den SPD-Bundestagsabgeordneten Johann Saathoff (Pewsum) als einen ihrer zwei Parlamentarischen Staatssekretäre vorgeschlagen. In einer ersten Reaktion freute sich Saathoff auf die neue Aufgabe. „Ich danke meiner Partei, Olaf Scholz und der designierten Ministerin Nancy Faeser für das Vertrauen. Dieses Amt bringt ohne Frage eine große Verantwortung und viele neue Herausforderungen mit sich.“ Er freue sich auf neue Aufgaben im Bundesinnenministerium. Dazu zähle insbesondere der Einsatz für die demokratischen Grundwerte und eine offene und tolerante Gesellschaft, dazu gehörten aber auch die Themen Digitalisierung, Modernisierung der öffentlichen Verwaltung und Sport, so Saathoff in einer Mitteilung.
Ob das Innenministerium Saathoffs Lieblingsressort ist, gilt allerdings als fraglich. Zuletzt war er Russlandbeauftragter der Bundesregierung. Das Auswärtige Amt wird aber künftig von den Grünen geführt, sodass für Saathoff eine neue Aufgabe gefunden werden musste. Außerdem ist der ostfriesische Politiker vor allem für seine Kompetenz in der Energiepolitik bekannt. Aber auch dieses Ressort geht in der künftigen Ampel-Koalition an die Grünen.
Back to the Roots
Im Gespräch mit unserer Redaktion sagte Saathoff, die Aufgaben eines Parlamentarischen Staatssekretärs seien eine tagfüllende Arbeit. „Ich werde meinen Sitz im Ausschuss Wirtschaft und Energie sowie im Auswärtigen Ausschuss abgeben“, sagte der Politiker. Er müsse sich nun in die neuen Aufgaben einarbeiten. „Die Aufgabe im Innenministerium spiegelt mein Berufsbild als Diplom-Verwaltungswirt wider“, sagte Saathoff. „Back to the Roots sozusagen.“
Parlamentarische Staatssekretäre werden auf Vorschlag des Bundeskanzlers durch den Bundespräsidenten ernannt, die Aushändigung der Urkunde wird durch die Bundesinnenministerin vollzogen werden.