Fußball
Großes Rätselraten um den Kader von Kickers Emden
Wie wird Fußball-Oberligist Kickers Emden am Sonntag (15 Uhr) im Derby beim VfL Oldenburg auflaufen? Der Verein hält sich bedeckt, wie viele Spieler aufgrund der neuen Verordnung fehlen werden.
Emden - Geimpft, gespielt, gewonnen: Wenn so Sonntag um kurz vor 17 Uhr die Emder 3G-Formel lauten sollte, wäre die Aufregung dieser Tage beim Fußball-Oberligisten BSV Kickers Emden erstmal vergessen. Beim sportlich noch relevanten Auswärtsspiel (Anstoß 15 Uhr) beim VfL Oldenburg gilt erstmals – wie auf allen Sportplätzen Niedersachsens – die 2G-Regel auf dem Platz und die 2G+-Anordnung in den Kabinen.
„Wir werden trotzdem eine sehr, sehr gute Mannschaft aufbieten können“, verspricht Kickers-Trainer Stefan Emmerling fast trotzig. Er hätte sich angesichts der neuen Regeln und Kurzfristigkeit der Maßnahmen eine Verschiebung der letzten beiden Spiele in den Februar/März gewünscht. Das „trotzdem“ bezieht sich auf die seit Mittwoch geltende 2G-Regel für Gruppensport an der frischen Luft.
Ungeimpfte Akteure bei Kickers
Nur noch Geimpfte und Genesene dürfen diesen laut Corona-Verordnung ausüben. Wie in vielen Teams gibt es nämlich auch bei Kickers ungeimpfte Akteure oder solche, die nach einer nun doch noch durchgeführten Impfung noch nicht als vollständig immunisiert gelten. Nach Informationen unserer Zeitung könnten es bis zu sechs Spieler sein, die deshalb ausfallen. Beim VfL Oldenburg ist es einer.
„Es werden uns wegen der 2G-Regel mehrere Spieler fehlen. Wie viele genau, befindet sich abschließend in Klärung“, sagt Trainer Emmerling. Der Coach dürfte von Vereinsboss Dr. Jörg Winter die Zahl erhalten haben, hält sich aber bedeckt. Der Allgemeinmediziner war und ist damit betraut, die Impffrage bei einigen Spielern abschließend zu klären. Kompliziert ist dies bei manchem Akteur auch deshalb, weil er gegebenenfalls seine Spritzen in seinem Heimatland Niederlande erhalten hatte oder dies erst vor Kurzem geschah. Der VfL hat schon angekündigt, sich am Sonntag den Impfstatus eines jeden Teammitgliedes vorzeigen zu lassen.
„Können Ausfälle kompensieren“
Das gilt auch für einen aktuellen Corona-Schnelltest. Auch wenn es „Impf-Ausfälle“ geben wird und sie die Aufstellung maßgeblich mit beeinflussen könnten, schaut Emmerling positiv nach vorne. „Wir haben diese Saison oft bewiesen, dass wir Ausfälle von wichtigen Spielern wie Tido Steffens, Holger Wulff oder Milad Faqiryar auch mal kompensieren können, da unser Kader in der breite stärker geworden ist.“ So gibt es nur einen weiteren Ausfall. Danny Hatou ist ortsabwesend. Alle anderen Spieler trainierten wie die vergangenen Wochen auch auf dem Kunstrasen von Rot-Weiß. So ist der BSV gut auf das Kunstrasenspiel beim VfL vorbereitet.
Auch wenn Kickers sich bereits für die Aufstiegsrunde qualifiziert hat, ist die Partie von sportlich hoher Bedeutung. Vor allem für den VfL, der den fünften Aufstiegsrundenplatz im Fernduell gegen den TuS Bersenbrück verteidigen will. Und auch für den BSV, der bei einer VfL-Qualifikation mit einem Remis oder Sieg sein Aufstiegsrunden-Konto auf starke 14 oder 16 aufbessern würde. Schließlich werden die gegen die direkten Konkurrenten gesammelten Punkte mit in die zweite Saisonhälfte genommen. Brisanterweise trifft Kickers im letzten Spiel am kommenden Sonnabend auf Bersenbrück. „Wir wollen beide Spiele gewinnen. Das ist unser Ziel.“
Kader wird mit A-Junioren aufgefüllt
Das Kickers-Team, dessen Kader mit A-Junioren aufgefüllt wird, hat sich nach einer kleinen Durststrecke wieder gesteigert und drei Siege in Serie gefeiert. In Oldenburg hofft der Tabellenzweite auch auf Zuschauer aus Emden. Für die gilt ebenfalls die 2G-Regel, die nach dem BSV-Wunsch sportlich zur Emder 3G-Formel werden soll: geimpft, geschaut und gejubelt.