Fußball
GW Firrel gibt in Papenburg eine 2:0-Führung aus der Hand
2:2 trennten sich Papenburg und Firrel in der Landesliga. Der Gast ärgerte sich über eine verspielte 2:0-Führung, Papenburg über viel Aufwand und wenig Ertrag. Das 2:2 freut vor allem die Konkurrenz.
Papenburg - Blau-Weiß Papenburg (3.) liegt seit Wochen auf einem der vier Aufstiegsrunden-Plätze der Fußball-Landesliga. Doch nach dem fünften sieglosen Spiel in Serie und mit nur noch einer Partie in der Hinterhand ist die Frage, wie lange noch. So erfreute das 2:2 von Grün-Weiß Firrel im Emsland vor allem die Konkurrenz aus Wilhemshaven (4.), Werlte (5.), Wildeshausen (6.) und Westrhauderfehn (7.), die noch zwei bis drei Partien zu bestreiten haben. Auch wenn Firrel selbst einem verpassten Sieg hinterhertrauerte, kann das Remis auch dem Vorletzten noch den Weg nach oben ebnen.
„Wir haben gezeigt, dass wir nach der dreiwöchigen Spielpause weiter in der Spur sind und wollen nun unsere letzten drei Spiele gewinnen“, erklärte Firrels Trainer Bernd Grotlüschen. Mit neun Punkten würden die Firreler noch an Papenburg vorbeiziehen und vielleicht in die Aufstiegsrunde rücken.
Das 1:0 fast nach Sekunden
Die rasante Partie hatte nach wenigen Sekunden den ersten Höhepunkt, als David Schiller nach einer Hereingabe das 1:0 für den Gastgeber hätte erzielen müssen. Aber er scheiterte aus fünf Metern an Keeper René Carstens, der auch bei einem Schuss von Torben Lange aus 16 Metern blendend aussah (5.). Effizienter waren die Firreler. Mit der ersten Möglichkeit traf Lasse Härtel aus acht Metern zum 0:1 (6.).
Die Führung gab den Ostfriesen Auftrieb. Dreimal lag das 0:2 in der Luft. Beim ersten Mal klärte Jonas Hiller im letzten Moment vor Reinhard Grotlüschen, dessen Vorlage in der nächsten Szene fast zu einem Tor des Jahres geführt hätte. Der Volleyschuss von Manuel Suda, direkt aus der Luft genommen, landete aus 16 Metern knapp über dem Tor. Und nach 22 Minuten hätte es 0:2 stehen müssen, nachdem Grotlüschen Torwart Benjamin Gommert nach dessen Fehlpass schon ausgespielt hatte. Er zögerte etwas mit seinem Schuss, so dass Hiller noch auf der Linie klären konnte (22.).
Papenburg gibt nie auf
Danach war Papenburg wieder dran. Malte Fokken traf mit seinem Schuss die Latte, Lange verfehlte das Tor nach einem Drehschuss kurz darauf nur knapp. Und dann hieß es doch 0:2. Rene Otto bediente Manuel Suda, der mit seiner tollen Schusstechnik Ex-Meppen-Keeper Gommert keine Chance ließ (38.). Papenburg reagierte mit einem Power Play, das turbulente Szenen und schließlich das 1:2 durch einen 20-Meter-Schuss von Niklas Papen zur Folge hatte (43.). „Die Gegentore waren ärgerlich. Aber wie wir uns zurückgekämpft haben, damit bin ich zufrieden“, sagte BW-Trainer Alo Weusthof.
Sein Team zeigte nach dem Wechsel großen Willen und übernahm die Spielkontrolle. Doch die einzige Großchance besaß lange Niklas Jansen per Hechtkopfball. Carstens parierte stark (75.), ebenso wie Gommert gegen Lasse Härtel. Der war nach einem der gefährlichen Firreler Konter auf und davon (66.). Weil Papenburg aber immer weiter anrannte, war der Ausgleich verdient. Technisch sehenswert kontrollierte (Brust) und verwertete (Drehschuss) Joker Oleg Rowbiel einen langen Diagonalball (80.). Doch das stellte Weusthof nicht ganz zufrieden. „Wir haben viel investiert. Uns fehlt momentan aber auch Spielglück.“
Das besaß dann auf der anderen Seite aber auch nicht der Gast, der bei Großchancen von Alex Schmidt (88.) und Tim Schouwer (Nachspielzeit) seinen Trainer noch komplett hätte glücklich machen können. „Wir haben ein 2:0 aus der Hand gegeben, deshalb sind das für mich zwei verlorene Punkte“, so Bernd Grotlüschen.
Papenburg: Gommert: Rohe (46. Rowbiel), Hiller (76. Tomaszewski), Korte, Jansen, Schiller, Papen, Lange (71. Bruns), Wemken, Runde, Fokken.
Firrel: Carstens; Schouwer, Steinheuser, Santos da Luz, Suda, Otto (68. Zimmermann), Thaden, Härtel (81. Radenkovic), Lücht, Re. Grotlüschen, Schmidt.
Tore: 0:1 Härtel (6.), 0:2 Suda (38.), 1:2 Papen (43.), 2:2 Rowbiel (80.).