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Ostfriesland: Analyse tut Not, welche Klinik-Kapazitäten fehlen

Andreas Ellinger
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Ein Kommentar von Andreas Ellinger
| 20.11.2021 08:43 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 2 Minuten
Ostfriesische Krankenhäuser melden immer wieder ihre Intensivstationen ab. Das heißt, die Rettungsdienste können keine neuen Patienten hinbringen. Foto: Ellinger
Ostfriesische Krankenhäuser melden immer wieder ihre Intensivstationen ab. Das heißt, die Rettungsdienste können keine neuen Patienten hinbringen. Foto: Ellinger
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Die Krankenhaus-Kapazitäten in Ostfriesland reichen nicht aus. Wie groß der Mangel ist, versuchen zwei Klinik-Unternehmen zu verschleiern.

Im Gesundheitswesen krankt es an unzähligen Stellen. Auch in Ostfriesland. Die Krankenhaus-Versorgung ist beispielsweise unzureichend. Weil Kliniken immer wieder Fachbereiche wie die Intensivstationen abmelden (müssen), kommen die Rettungsdienste in Schwulitäten – weil sie und ihre Patienten entweder in einer Notaufnahme warten oder in ein weiter entferntes Krankenhaus fahren müssen. Die Corona-Krise ist zwar eine Ausnahmesituation, aber Kapazitätsengpässe gab es schon vor der Pandemie. Und das Gesundheitswesen muss auch für Ausnahmesituationen gerüstet sein. Denn es kann für uns alle um Leben und Tod gehen.

Eine Frechheit ist es daher, dass die Trägergesellschaft der Kliniken Aurich, Emden und Norden sowie das Klinikum Leer die Herausgabe von Daten blockieren, die das Ausmaß ihrer Fachbereichs-Abmeldungen offenbaren würden. Jene sind nur für jeweils gut sechs Stunden im Internet einsehbar. Einen Überblick über Monate verweigern Klinikum und Trägergesellschaft. Dieser wäre aber erforderlich, um die Dimension der Versorgungsprobleme konkretisieren zu können.

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Dass sich Klinik-Unternehmen, die dem Kreis Leer beziehungsweise dem Kreis Aurich und der Stadt Emden gehören, insoweit einer öffentlichen Diskussion der Lage verweigern, ist ein Skandal. Die Krankenhäuser gehören den Bürgern, die alle Patienten werden können.

@ Den Autor erreichen Sie unter a.ellinger@zgo.de