Fußball

TuRa 07 Westrhauderfehn besiegt das nächste Spitzenteam

| | 19.11.2021 22:26 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 3 Minuten
Einen tollen Fußballabend erlebte TuRa 07 Westrhauderfehn. Dabei zeigte der jüngste Spieler im Team, Jasper Weber (Mitte), wieder eine ausgebuffte Leistung. Foto: Lohmann
Einen tollen Fußballabend erlebte TuRa 07 Westrhauderfehn. Dabei zeigte der jüngste Spieler im Team, Jasper Weber (Mitte), wieder eine ausgebuffte Leistung. Foto: Lohmann
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In der Landesliga ist TuRa 07 Westrhauderfehn der nächste Sieg gegen ein Topteam gelungen. Nach dem 3:2 gegen den SV Bevern darf das Kellerkind sogar etwas träumen. Mindestens bis Mittwoch.

Westrhauderfehn - Die TuRa-Überraschungstage gehen weiter. Nach dem 4:1-Sieg beim Landesliga-Tabellenführer Hansa Friesoythe am vergangenen Sonntag ergatterte das Kellerkind am Freitagabend nun auch drei Punkte gegen den Zweiten SV Bevern. „Aufgrund der tollen kämpferischen Leistung, vor allem in der zweiten Halbzeit, ist der Sieg nicht unverdient“, sagte ein strahlender Fußballtrainer Erhan Colak nach dem 3:2-Erfolg vor 250 Zuschauern, die TuRa 07 lautstark unterstützten und mit dem Team nach dem Abpfiff eine La-Ola-Welle initiierten.

Aufgrund einiger Personalsorgen wechselte Erhan Colak in der Schlussphase noch U23-Spieler ein. Foto: Lohmann
Aufgrund einiger Personalsorgen wechselte Erhan Colak in der Schlussphase noch U23-Spieler ein. Foto: Lohmann

Es war vor allem ein Sieg für die Moral und das Selbstvertrauen. Denn während Friesoythe und Bevern in die Aufstiegsrunde rücken, wird TuRa im zweiten Saisonteil vermutlich in der Abstiegsrunde eingegliedert. Die Punkte gegen die ersten Vier der Tabelle werden dann gestrichen – außer TuRa schafft auf den Zielgeraden noch ein kleines Wunder und holt bei noch drei ausstehenden Partien einen Fünf-Punkte-Rückstand auf.

Chancenarme erste Halbzeit

In der ersten Halbzeit hatte Bevern klare Spielvorteile. TuRa verteidigte aber geschickt und ließ im Grunde nur zwei Chancen zu. Die erste nutzte Sebastian Sander aus fünf Metern zum 0:1 (18.). Der starke Sascha Thale hatte vorher mustergültig geflankt. Bei einer zweiten tollen Thale-Hereingabe schoss Rami Kanjo den Ball aus elf Metern in die Wolken.

Sebastian Sander bejubelt in dieser Szene den Treffer zum 0:1. Foto: Lohmann
Sebastian Sander bejubelt in dieser Szene den Treffer zum 0:1. Foto: Lohmann

Kurz vor der Pause gelang TuRa dann der überraschende Ausgleich. Bis dahin kamen nur zwei harmlose Flachschüsse auf das Beverner Tor. Doch nach der dritten Ecke von Ole Eucken landete der Ball bei Frank Waden, der seinem Ruf als Torjäger alle Ehre machte und zum 1:1 einschoss (45.).

Zwei Tore in zwei Minuten

Die zweite Halbzeit begann dann mit zwei Paukenschlägen. Dem 1:2 von Julius Liegmann unmittelbar nach dem Wiederanpfiff folgte keine 60 Sekunden später schon der Ausgleich. Youngster Jasper Weber, der eine starke Leistung zeigte, war auf und davon, schüttelte zwei Gegenspieler ab und schoss cool zum 2:2 ein (47.). „Es war verdammt wichtig, dass wir so schnell zurückschlagen konnten“, erklärte Erhan Colak. Dieser Treffer gab dem Gastgeber viel Kraft und Selbstvertrauen, das zu weiteren Chancen und in der 60. Minute zu einem Elfmeter führte. Kanjo legte Sönke Weßling im Strafraum. Den fälligen Strafstoß verwandelte Frank Waden und sprang mit Saisontor Nummer elf auf Platz eins der Torjägerliste (60.).

Spieldaten

Westrhauderfehn: Bunger; Meyer, Weber (77. M. Eucken), Douwes, O. Eucken, Weßling (89. Schulte), M. Buscher, Malchus, Waden (83. Mansholt), Möhlmann, Menken (92. Diarrassouba).

Tore: 0:1 Sander (18.), Waden (45.), 1:2 Liegmann (46.), 2:2 Weber (47.), 3:2 Waden (Foulelfmeter, 60.).

Nun war Bevern wieder gefordert. Die Gäste erhöhten auch den Druck, verlagerten das Spielgeschehen zum Ende hin immer weiter in die TuRa-Hälfte. Doch Großchancen ergaben sich gegen clevere und zweikampfstarke Gastgeber nicht. Enno Bunger parierte bei einem Kanjo-Distanzschuss einmal bravourös.

Die Fehntjer verpassten es ihrerseits per Konter für die Entscheidung zu sorgen. Pascal Menken hatte das 4:2 auf dem Fuß, schoss aber über das Tor. Zudem wurde mancher Gegenstoß nicht konsequent zu Ende gespielt. Doch das interessierte niemanden mehr, als Schiedsrichter Kai Steffens (TuS Esens) nach 97 Minuten die Partie abpfiff. Danach herrschte Freude pur an der Werftstraße, an der mit einem weiteren Sieg am Mittwoch im Nachholspiel gegen Germania Leer tatsächlich noch etwas geträumt werden dürfte.

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