Kolumne: Für die Ehre

Sieben

Manuel Goldenstein
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Eine Kolumne von Manuel Goldenstein
| 13.11.2021 10:16 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 2 Minuten
Manuel Goldenstein
Manuel Goldenstein
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Auf unserem Online-Auftritt veröffentlichen wir an sechs Tagen pro Woche eine Kolumne. Samstags geht es ums Ehrenamt.

Wer ehrenamtlich engagiert ist, sieht die Menschen um sich herum, die sich ebenfalls freiwillig einsetzen. Man fühlt sich wohl und es reicht aus, sich mit diesen vielen Menschen zu umgeben, die das gleiche Ziel verfolgen wie man selbst.

Damit es so bleibt, muss man jedoch auch mal sein Ehrenamt von außen betrachten. So überaus viele Menschen sind es gar nicht, von denen man umgeben ist. Sie konzentrieren sich nur mit ihrer Anwesenheit auf bestimmte Stellen. In Ostfriesland darf man sich noch nicht beschweren über das ehrenamtliche Engagement, jedoch muss man sich auch hier Gedanken machen.

Zur Person

Manuel Goldenstein (40), geboren in Aurich und aufgewachsen in Südbrookmerland, arbeitet eigentlich als Pfleger im Klinikum Emden. Vor allem aber ist er leidenschaftlicher Feuerwehrmann. Er ist Pressesprecher des Kreisfeuerwehrverbands Aurich und Sprecher des Arbeitskreises Presse- & Öffentlichkeitsarbeit des Feuerwehrverbands Ostfriesland.

Sieben Prozent der Bevölkerung sind es nach einer aktuellen Umfrage gerade einmal deutschlandweit, die sich ehrenamtlich in einer Hilfsorganisation engagieren würden. Der Witz an der Sache: Diese sieben Prozent sind Befragte, die bereits in einer Organisation engagiert sind. Da kann man als Ehrenamtler in der Blaulichtszene sehr stolz sein, dass sich 93 Prozent auf den Rest verlassen.

In unseren Gefilden ist das Engagement in den Blaulichtorganisationen deutlich höher. Damit das so bleibt, sind die Feuerwehren und Hilfsorganisationen immer damit beschäftigt, Nachwuchs zu gewinnen. Es wird aber auch hier schwieriger und die Ausreden sind immer dieselben: Keine Zeit, ich muss arbeiten, ich habe Familie.

Damit wirkt es manchmal, als wären Ehrenamtliche mit mehr Stunden am Tag gesegnet. Ist aber nicht so. Ehrenamtliche interessieren sich anscheinend nur etwas mehr für ihre Mitmenschen. Ein Leben vor einer Konsole oder dem Fernseher funktioniert bei vielen, warum dann nicht auch in einer Gruppe, die ihren Mitmenschen hilft und sich auch noch gut anfühlt?! Worin liegt wohl die tatsächliche Abneigung zur persönlichen Verweigerung zum Ehrenamt? Es wird keine übergreifende Antwort geben. Die Sieben als biblische Zahl wird es schon richten und wir sind somit voller Hoffnung, dass wir weiter ehrenamtlich rund um die Uhr für die Menschen da sind. Nur wer weiß, wie lange noch.

Kontakt: kolumne@zgo.de

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