Zuschuss
Bau am Kindergarten Loga wird teurer – Stadt zahlt nicht
Die Stadt hat eine Erhöhung ihres Anteils an den Baumaßnahmen am Kindergarten Loga abgelehnt. Jetzt muss der Kindergarten die 100.000 Euro anders finanzieren.
Leer - Der Kindergarten Loga bekommt nicht mehr Geld von der Stadt für seine umfangreichen Umbaumaßnahmen. Das hat der nicht-öffentlich tagende Verwaltungsausschuss der Stadt am Mittwoch beschlossen. Laut Bürgermeister Claus-Peter Horst, der in einer Pressekonferenz über die Ergebnisse aus dem VA berichtete, sei die Entscheidung im Hinblick auf den Wechsel der Trägerschaft der Kindergärten der Stadt zum Landkreis hin passiert. Weil sich Stadt und Landkreis nicht auf die Finanzierung des Betriebes der Kindertagesstätten einigen konnten, hat die Stadt Konsequenzen gezogen. Sie hat die Vereinbarung mit dem Landkreis gekündigt, wonach sie die Kinderbetreuung für den Kreis übernimmt. Ab August 2022 wäre danach wieder der Landkreis zuständig.
Den Umbau des Kindergartens in Loga, der vom evangelisch-lutherischen Kindertagesstättenverband betrieben wird, ist im vollen Gang und war dringend nötig. Bereits 2019 hatte der Verband über den umfangreichen Sanierungs- und Erweiterungsbedarf informiert. Bei den Arbeiten an dem historischen Gebäude ist nun allerdings deutlich geworden, dass die angesetzten 925.000 Euro Baukosten nicht ausreichen werden. „Der Kindertagesstättenverband hat um eine Aufstockung unserer Mittel um 100.000 Euro gebeten“, erklärt Horst.
Stadt gibt bereits rund halbe Millionen
Die Stadt unterstützt den Kindergarten derzeit mit 509.000 Euro, eine Förderung in Höhe von 341.000 Euro gibt es zudem vom Land. Der Landkreis unterstützt die Maßnahme mit 75.000 Euro. Die Landes- und Landkreismittel sind gedeckelt. Im VA habe man sich dazu entschieden, dass der Landkreis als künftiger Träger die Mehrkosten tragen müsse - auch im Hinblick auf die ohnehin angespannte Haushaltslage in Leer.
Die Zeit drängt: Die Außenwand beim Kindergarten ist nämlich offen. Nach der Entscheidung des VA gebe es nun die Möglichkeit für den Kindergarten sich an den Landkreis zu wenden oder selbst einen Kredit aufzunehmen, erläuterte Horst.
Folgende Maßnahmen sind laut Sitzungsvorlage des Stadtrats in dem historischen Gebäude derzeit notwendig: Anbau zur Verlegung des Leitungsbüros, das sei notwendig für die weiteren Umbaumaßnahmen, Anbau zur Erweiterung des Bewegungsraums und Schaffung eines ausreichend großen Personalraums, Umbau des Küchenbereichs, um einen separaten Speiseraum zu gewinnen, brandschutzgerechter Umbau der Garderobenbereiche und des Treppenhauses, Schaffung eines zweiten Fluchtweges aus dem Obergeschoß, Umbau sowie Sanierung der ehemaligen Wohnung im Obergeschoss um angemessene Mitarbeiterräume zu schaffen, und aktuelle Brandschutzvorschriften zu erfüllen, Sanierung der WCs und Einrichtung Behinderten-WC sowie der Einbau von Akustikdecken und Erneuerung der Beleuchtung.