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Warten bei Bünting auf die radikale Lösung

Christine Schneider-Berents
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Von Christine Schneider-Berents
| 08.11.2021 16:58 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 4 Minuten
So soll der neue Combi-Markt in Remels aussehen. Die Vorderansicht besteht aus einer Glasfassade, damit möglichst viel Tageslicht ins Innere des Gebäudes gelangt. Zeichnung: Bünting
So soll der neue Combi-Markt in Remels aussehen. Die Vorderansicht besteht aus einer Glasfassade, damit möglichst viel Tageslicht ins Innere des Gebäudes gelangt. Zeichnung: Bünting
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Mit dem Bau des neuen Combi-Marktes in Remels geht es erst Anfang nächsten Jahres los. Dabei war der Umzug in ein Verkaufszelt bereits für den Sommer angekündigt worden. Edeka hingegen eröffnet bald.

Remels - Anders als noch zu Anfang dieses Jahres geplant, verzögert sich der Neubau des Combi-Marktes in Remels. Bis Ende Dezember bleibt alles wie gehabt, der Supermarkt ist bis dahin weiterhin am alten Standort für die Kunden geöffnet. Der für den Sommer angekündigte Umzug auf Zeit in ein Verkaufszelt an der Schützenstraße verzögert sich und wird jetzt für den Januar vorbereitet, teilt Annett Rabe, Pressereferentin der J. Bünting Beteiligungs AG mit Sitz in Nortmoor, mit. Während man dort auf die Baugenehmigung des Landkreises Leer wartet, bereitet eine andere Unternehmensgruppe des Lebensmitteleinzelhandels eine Neueröffnung in Remels vor: Edeka. Am Donnerstag ist es so weit.

Was und warum

Darum geht es: Remels ist der zentrale Einkaufsort in der Gemeinde Uplengen. Dort investieren zwei große Lebensmitteleinzelhändler gerade viel Geld, um den Kunden ansprechende Läden zu präsentieren.

Vor allem interessant für: alle Uplengener und Pendler, die auf dem Nachhauseweg durch den Ort fahren und noch einkaufen wollen.

Deshalb berichten wir: Am Donnerstag wird in Remels der neue Edeka eröffnet. Der Neubau von Combi verzögert sich.

Die Autorin erreichen Sie unter: schneider-b@zgo.de

Dennis Schoon (rechts), Marktleiter von Edeka in Remels, und Auszubildender Joost Thiele, räumen hier Süßigkeiten in ein Regal. Foto: Schneider-Berents
Dennis Schoon (rechts), Marktleiter von Edeka in Remels, und Auszubildender Joost Thiele, räumen hier Süßigkeiten in ein Regal. Foto: Schneider-Berents
Bis dahin haben jedoch Marktleiter Dennis Schoon und sein Team alle Hände voll zu tun: Waren müssen ausgepackt und Regale eingeräumt werden. Vor drei Wochen wurde damit begonnen. Einzelne Handwerker sind noch vor Ort, um im Neubau an der Ostertorstraße 52 die eine oder andere Restarbeit zu erledigen. Hier und da liegen im Neubau Kunststoffbannen auf dem Fußboden aus, damit dieser nicht unnötig verunreinigt wird.

20 zusätzliche Stellen

Erst im März war auf der Edeka-Baustelle Richtfest gefeiert worden. Seinerzeit hatte sich der Uplengener Unternehmer und Investor Albert Bolte zufrieden mit dem Fortgang der Arbeiten gezeigt. Betrieben wird der Lebensmittelmarkt von Wilhelm Behrends. Er beschäftigt in Remels künftig 45 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, 20 mehr als bisher. Denn der Kaufmann aus Wiesmoor führte auch schon den alten Edeka. Der befand sich an fast der gleichen Stelle wie der Neubau an der Ostertorstraße in einem älteren Gebäude. Davon wurden vor einigen Wochen die letzten Teile beseitigt, um Platz für den Parkplatz zu schaffen.

Der neue Edeka hat eine Verkaufsfläche von mehr als 1650 Quadratmetern. Neben drei klassischen Supermarkt-Kassen, an denen Kassiererinnen oder Kassierer sitzen, gibt es drei Selbstbedienungskassen mit einem sogenannten Selfscanning-Checkout-System. Der Kunde scannt die Ware an der Kasse selbst ein und bezahlt sie, in der Regel bargeldlos. Darüber hinaus kann man mit einem sogenannten Easy-Shopper in Verbindung mit einer App einkaufen. Dabei handelt es sich um einen digital aufgerüsteten Einkaufswagen. Daran scannt der Kunde die Barcodes der ausgewählten Produkte ebenfalls selbst ein. Ein Touchscreen-Display, das mittig am Einkaufswagen angebracht ist, zeigt, welche Waren man eingekauft hat und wie viel das kostet. Das Bezahlen erfolgt an einer Easy-Shopper-Kasse – entweder in bar oder mit Giro- beziehungsweise Kreditkarte. Solche Einkaufswagen gibt es unter anderem bereits bei Multi Nord in Leer.

Combi in neuem Stil

Die Pläne der Firma Bünting für den neuen Combi in Remels sehen ebenfalls viele Neuerungen vor. Der alte Markt an der Ostertorstraße 62 wird nicht modernisiert, sondern abgebrochen und durch einen größeren Neubau ersetzt. Das sei sozusagen eine radikale Lösung, sagte im März ein Bünting-Mitarbeiter bei der Vorstellung der Pläne. Die sahen ursprünglich vor, dass Combi im Sommer erst in ein Verkaufszelt auf dem Schützenplatz umziehen und danach mit den Bauarbeiten für den neuen Markt begonnen wird. Als Eröffnungstermin war seinerzeit Ostern 2022 genannt worden. Daraus wird nichts. Über die Gründe, die zu der mehrmonatigen Verzögerung geführt haben, äußert man sich bei Bünting nicht.

Dass der Combi-Markt in Remels in ein Verkaufszelt an der Schützenstraße umzieht, passiert jetzt voraussichtlich im Januar. Foto: Schneider-Berents
Dass der Combi-Markt in Remels in ein Verkaufszelt an der Schützenstraße umzieht, passiert jetzt voraussichtlich im Januar. Foto: Schneider-Berents

Festgehalten wird an dem bisherigen Vorhaben, in Remels einen Combi-Markt in ganz neuem Stil zu errichten. Die Fassade des Gebäudes zur Parkplatzseite beziehungsweise zur Hauptstraße hin soll komplett aus Glas bestehen, so dass mehr Tageslicht in das Ladeninnere gelangt. Holzelemente sollen drinnen für mehr Wohlfühlatmosphäre sorgen. Die Gänge zwischen den Regalen werden breiter sein als bisher in den Combi-Märkten üblich. Der Eingangsbereich wird wie ein Marktplatz gestaltet. Dort gibt es Obst und Gemüse zu kaufen, künftig aber auch Fleisch, Wurst und Käse. Diese Waren befinden sich in den 180 Combi-Märkten bisher immer im hinteren Teil der Verkaufsfläche.

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