Fußball

Wadens Doppelschlag reicht für TuRa 07 nur zum 2:2

Heiner Steenhoff
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Von Heiner Steenhoff
| 31.10.2021 20:32 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 3 Minuten
Möglichkeit für Wilhelmshaven, doch TuRa kann in dieser Szene einen Gegentreffer verhindern. Fotos: Steenhoff
Möglichkeit für Wilhelmshaven, doch TuRa kann in dieser Szene einen Gegentreffer verhindern. Fotos: Steenhoff
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TuRa 07 Westrhauderfehn liegt nun am Tabellenende der Fußball-Landesliga. Der Punktgewinn in Wilhelmshaven beim 2:2 war zu wenig, da zeitgleich Germania Leer mit 1:0 gegen Papenburg gewann.

Wilhelmshaven - Der Oktober 2021 ist nicht der Monat von Fußball-Landesligist TuRa 07 Westrhauderfehn. Nach zuvor drei Niederlagen in den vergangenen 30 Tagen reichte es beim 2:2 beim Tabellenvierten Frisia Wilhelmshaven jedoch zumindest für einen Punkt. Dabei hätten es vielleicht auch sogar drei sein können, doch trotz aller Proteste der Fehntjer wurde der späte Ausgleichstreffer der Gastgeber vom Schiedsrichter doch anerkannt.

„Das zweite Tor ist sehr unglücklich gefallen“, stellte Westrhauderfehns Trainer Erhan Colak nach Spielende fest. „Erst hat sich ein Wilhelmshavener bei seinem Gegenspieler aufgestützt und dann hatte unser Torwart seine Hand schon auf dem Ball.“ Schiedsrichter Herbers (RaSpo Lathen) ließ sich jedoch nicht umstimmen und erkannte den Treffer an.

Punkt war leistungsgerecht

Da Frisia die Gäste nach dem Ausgleichstor noch mächtig unter Druck setzte, auf den Siegtreffer drängte und bei vier Riesenchancen in den Schlussminuten dreimal am glänzend reagierenden Ersatztorhüter Enno Bunger sowie einmal an der eigenen Konzentration scheiterte, ging das Unentschieden letztlich in Ordnung. „Unter dem Strich war der Punktgewinn leistungsgerecht“, befand dann auch Trainer Colak nach Spielschluss.

In den 80 Minuten zuvor allerdings waren die Fehntjer vor allem die spielerisch bessere Mannschaft. So fanden die Wilhelmshavener zunächst auch nicht zu ihrem Spiel, da TuRa bereits in der gegnerischen Hälfte versuchte, das Aufbauspiel von Frisia zu stören. Gefährlich wurde es dann für die Mannschaft von Trainer Colak zunächst nur bei Eckstößen und bei Angriffen über die rechte Abwehrseite der Ostfriesen.

Ansehnliche Kombinationen

So auch in der 15. Minute, als nach einer Offensivaktion Torhüter Hendrik Gossmann einen Distanzschuss nur abwehren konnte. Frisia-Mittelstürmer Tarek El-Ali war schneller als sein Gegenspieler und drückte den Ball aus gut zwei Metern zum 1:0 über die Torlinie. Die Begegnung gestaltete sich danach ausgeglichen.

TuRa kombinierte sich in dieser Phase zwar mehrmals sehr ansehnlich durch das Mittelfeld, doch die letzte Konsequenz vor dem Wilhelmshavener Tor fehlte. Auf der anderen Seite waren es bei Frisia eher Einzelaktionen, die für Gefahr sorgten. Kurz vor der Pause folgte dann der große Auftritt von TuRa-Torjäger Frank Waden.

TuRa-Schlussmann Gossmann musste raus

Zunächst konnte er sich nach einer Flanke von der rechten Seite im Fünf-Meter-Raum durchsetzen und traf aus kurzer Distanz zum 1:1. Nur gut 60 Sekunden später reagierte er bei einer Flanke von der anderen Seite schneller als die gegnerischen Verteidiger und war zum 1:2 erfolgreich. Nach dem Wechsel musste TuRa zunächst den Schlussmann auswechseln.

Öfter ging es auch im TuRa-Strafraum hoch her.
Öfter ging es auch im TuRa-Strafraum hoch her.

Gossmann hatte sich bei einem Zusammenprall mit einem Frisia-Angreifer doch mehr verletzt als zunächst angenommen, sodass Enno Bunger seine Position übernahm. Den Gastgebern war nach Wiederanpfiff der spürbare Wille zum schnellen Ausgleichstreffer anzumerken. Dies gelang zunächst jedoch nur selten, da die Defensive der Fehntjer kaum einmal gute Angriffsaktionen von Frisia zuließ. Auf der Gegenseite hatte TuRa mehrmals Platz für Konterangriffe.

Menken mit der Chance zum dritten Treffer

Dabei hatte Pascal Menken gleich zweimal die große Chance zu einem dritten Fehntjer Treffer, doch entweder reagierte der Wilhelmshavener Torhüter Deik Oetjen glänzend oder der Schuss verfehlte das Tor. Als kurz nacheinander auch Waden und Menken dann verletzungsbedingt ausgewechselt werden mussten, nahm der Angriffsdruck doch zu. Richtig gefährlich wurde es dann vor allem bei Freistößen und Eckbällen.

Spieldaten

TuRa 07 Westrhauderfehn: Gossmann (46. Bunger); Meyer, Möhlmann, Douwes, Janßen, S. Weßling, Hinz (66. Weber), M. Buscher, O. Eucken, Waden (64. Lünemann), Menken (75. Lüpkes).

Tore: 1:0 El-Ali (15.), 1:1/1:2 Waden (43./44.), 2:2 El-Ali (80.).

Zuschauer: ca. 200.

Torhüter Bunger zeigte sich jedoch in Glanzform und reagierte dann bis auf den besagten Gegentreffer hervorragend. „Leider haben wir verletzungsbedingt unseren Spielfluss verloren. Auf diese Leistung lässt sich dennoch aufbauen“, freute sich Trainer Colak auf das bevorstehende Derby gegen Germania Leer.

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