Namensänderung von Facebook
Facebook muss nur einen Namen ändern: Den des Chefs
Facebook-Chef Mark Zuckerberg will offenbar seinen Konzern umbenennen. Das schlechte Image passt nicht zu der neuen Welt, die er erschaffen will. Sein eigener leider noch weniger.
Facebook – dieser Name lässt nach zahlreichen Skandalen die Alarmglocken bei Menschen schrillen, die sich um Datensicherheit sorgen. Laut einem US-Bericht will sich der Konzern in der kommenden Woche umbenennen. Auf Besserung bei der Datenkrake Nummer eins braucht aber niemand hoffen.
Nur weil jemand nachträglich das Wort Schonkost auf eine Pizzaschachtel schreibt, wird der Inhalt auch nicht gesünder. Doch offenbar sieht der Facebook-Chef ein, dass der Konzernname nach zahlreichen Skandalen schwer belastet ist und neue Nutzer wie Investoren abschrecken kann. Keine gute Voraussetzung für Zukunftspläne. Und Zuckerberg hat enorm große Pläne: Mit Facebook hat er die Welt bereits verändert, nun will er eine neue Welt erschaffen. Seit Monaten spricht der Milliardär vom sogenannten Metaverse. In der Vision tauchen die Menschen mit Virtual-Reality-Brillen in eine digitale Parallelwelt ein und leben dort ihr Leben.
Ob sich am Image des Konzerns etwas ändert, nur weil in Zukunft eine Dachmarke über Namen wie Facebook und Co. stehen könnte, ist zweifelhaft. Zum einen spricht trotz eines ähnlichen Schritts alle Welt weiterhin von Google, nicht von Alphabet. Zum anderen ist nicht die Marke Facebook das Problem, sondern Zuckerberg selbst. Seine Entscheidungen sind für Ausrichtung und Image des Konzerns verantwortlich. Das ist die Hypothek für das Zuckerberg-Metaverse.
Den Autor erreichen Sie unter mantel@zgo.de