Menlo Park

Facebook muss nur einen Namen ändern: Den des Chefs

Mark Otten
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Von Mark Otten
| 20.10.2021 15:41 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 2 Minuten
Mark Zuckerberg, Gründer und Vorsitzender von Facebook, ist seit Jahren umstritten. Doch er hat noch große Pläne – für seinen Konzern und die ganze Welt. Foto: Liu Jie/dpa/XinHua
Mark Zuckerberg, Gründer und Vorsitzender von Facebook, ist seit Jahren umstritten. Doch er hat noch große Pläne – für seinen Konzern und die ganze Welt. Foto: Liu Jie/dpa/XinHua
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Facebook-Chef Mark Zuckerberg will offenbar seinen Konzern umbenennen. Das schlechte Image passt nicht zu der neuen Welt, die er erschaffen will. Sein eigener leider noch weniger. Ein Kommentar.

Facebook - dieser Name lässt nach zahlreichen Skandalen die Alarmglocken bei Menschen schrillen, die sich um Datensicherheit sorgen. Laut einem US-Bericht will sich der Konzern in der kommenden Woche umbenennen. Auf Besserung bei der Datenkrake Nummer eins braucht aber niemand hoffen. Nur weil jemand nachträglich das Wort Schonkost auf eine Pizzaschachtel schreibt, wird der Inhalt auch nicht gesünder.

Mark Zuckerberg will eine neue Welt erschaffen

Doch offenbar sieht der Facebook-Chef ein, dass der Konzernname nach zahlreichen Skandalen schwer belastet ist und neue Nutzer wie Investoren abschrecken kann. Keine gute Voraussetzung für Zukunftspläne. Und Zuckerberg hat enorm große Pläne: Mit Facebook hat er die Welt bereits verändert, nun will er eine neue Welt erschaffen.

Seit Monaten spricht der Milliardär vom sogenannten Metaversum. Das gibt es bisher nur in Science-Fiction-Romanen. In der Vision tauchen die Menschen mit Virtual-Reality-Brillen in eine digitale Parallelwelt ein und leben dort ihr wahres Leben. Der CEO Zuckerberg will zum Schöpfer werden.

Facebook ist beim Metaversum klar in Führung 

Daran arbeitet er seit geraumer Zeit mit Erfolg. Kein anderes Unternehmen auf der Welt hat bessere Voraussetzungen für das Metaversum: Der VR-Brillenbauer Oculus gehört bereits zum Konzern und Milliarden Nutzer weltweit sind trotz aller Bedenken täglich auf Facebook, Whatsapp und Instagram aktiv. Die Dienste haben sich zu tief in ihren Alltag eingegraben, deshalb bleiben sie.

Der Name Facebook ist nicht das eigentliche Problem

Ob sich am Image des Konzerns etwas ändert, nur weil in Zukunft eine Dachmarke über Namen wie Facebook und Co. stehen könnte, ist zweifelhaft. Zum einen spricht trotz eines ähnlichen Schritts alle Welt weiterhin von Google, nicht von Alphabet. Zum anderen ist nicht die Marke Facebook das Problem, sondern Zuckerberg selbst. Seine Entscheidungen sind für Ausrichtung und Image des Konzerns verantwortlich. Das ist die Hypothek für das Zuckerberg-Metaversum.

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Den aktuellen Stand beim Metaversum zeigt Hersteller Oculus in einem Video:

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