Bremen

Motto des Bremer Festivals für Neue Musik verspricht „Begegnungen“

Klaus Erdmann
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Von Klaus Erdmann
| 17.10.2021 01:10 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 3 Minuten
Sie ist die kreative Kraft hinter dem Festival „Realtime 2021“ in Bremen: die preisgekrönte Konzertpianistin und künstlerische Leiterin Claudia Janet Birkholz. Foto: Andreas Caspari
Sie ist die kreative Kraft hinter dem Festival „Realtime 2021“ in Bremen: die preisgekrönte Konzertpianistin und künstlerische Leiterin Claudia Janet Birkholz. Foto: Andreas Caspari
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Das Festival „Realtime 2021“ will am 22. und 23. Oktober sowie am 6. und 7. November das Publikum mit einem vielfältigen Programm begeistern. Eine festliche Gala im Metropol-Theater bildet den Höhepunkt.

Konzerte, Performances, Licht- und Klanginszenierungen, Vorträge und Workshops - mit einem vielfältigen Programm will „Realtime 2021“, das erste internationale Festival für Neue Musik Bremen, an zwei Wochenenden im Oktober und November sein Publikum begeistern. „Es gibt viele spannende Entwicklungen in der Neuen Musik. Zahlreiche kreative Künstlerinnen und Künstler aus dem In- und Ausland kommen mit ihren jungen Ideen nach Bremen“, sagt die künstlerische Leiterin Claudia Janet Birkholz. Unter „Neuer Musik“ werden im Gegensatz zur klassischen Musik die vielen avantgardistischen Musikströmungen seit 1910 zusammengefasst.

Gastland ist Polen und das Motto lautet „Begegnungen“. Nach dem Auftakt am 22. und 23. Oktober soll es am 6. und 7. November weiter gehen. Als Höhepunkt gilt eine festliche Gala, die am 23. Oktober im Metropol-Theater auf dem Programms steht. Hier soll der beste Film des Musikvideo-Wettbewerbs von „Realtime“ mit dem „Köster-Preis“, der mit 30.000 Euro dotiert ist, ausgezeichnet werden. „Es hat Einsendungen aus der ganzen Welt gegeben“, heißt es in einer Mitteilung des Evangelischen Pressedienstes.

Ausgewählte Spielorte

Musik gibt es an ausgewählten Spielorten, außerdem sind Pop-up-Konzerte und Walking Acts in der Innenstadt geplant. „Das Festival will mit einer großen Öffentlichkeit Zugang zur beflügelnden Klangkunst zeitgenössischer Musik ermöglichen“, sagt Birkholz. Die mehrfach ausgezeichnete Konzertpianistin ist seit 25 Jahren Dozentin für Klavier und Neue Musik an der Hochschule für Künste in Bremen.

An der Eröffnung, die am 22. Oktober um 18 Uhr im Foyer des Metropol-Theaters beginnt, nehmen Bürgermeister Andreas Bovenschulte, Vertreter des Festivals und des Gastlandes Polen teil. Von 19 bis 19.45 Uhr folgt im Theater das Opening I: „Luzifers Traum“ (mit Claudia Janet Birkholz am Flügel und Projektionen von Katrin Bethge). Das Opening II („Inside Poland“ mit dem Ensemble Kwartludium und anschließendem Meet & Greet) findet ab 20.30 Uhr statt. Das komplette Festivalprogramm und weitere Informationen können im Internet unter www,realtime-bremen.de abgerufen werden.

Engagement seit 2012

Der Veranstalter engagiert sich seit 2012 für die zeitgenössische Musik in allen Facetten und Erscheinungsformen. Ob moderierte Konzepte, Bildungsarbeit, interkulturelle Projekte oder audiovisuelle Performances - der Verein, so teilt er mit, wolle neugierig machen und zum Erlebnis Neue Musik einladen. Die Festival-Idee hatte Birkholz. Die Vorsitzende des Vereins ist weltweit bereits auf vielen Festivals für zeitgenössische Musik aufgetreten und hat in Bremen neben diversen Veranstaltungen auch das Jugendensemble „Smusic21“ ins Leben gerufen.

Coronabedingt musste das Event zweimal verschoben werden. Das nächste „Realtime“-Festival ist für 2023 geplant - dann mit dem Gastland Frankreich.

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