Gas- und Benzin-Preise

Inflation frisst Lohn

Uwe Westdörp
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Ein Kommentar von Uwe Westdörp
| 14.10.2021 18:18 Uhr | 1 Kommentar | Lesedauer: ca. 2 Minuten
Preistreiber Benzin: Die Treibstoffpreise sind zuletzt deutlich gestiegen. Jetzt wird über einen Ausgleich für Arbeitnehmer und Verbraucher diskutiert. Foto: Koall/dpa
Preistreiber Benzin: Die Treibstoffpreise sind zuletzt deutlich gestiegen. Jetzt wird über einen Ausgleich für Arbeitnehmer und Verbraucher diskutiert. Foto: Koall/dpa
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Die Inflation trifft jeden, aber nicht jeden gleich hart. Vor allem Menschen mit wenig Geld brauchen einen Ausgleich. Bundesregierung und Tarifpartner sollten unverzüglich handeln.

Was tun, wenn die Inflation anzieht, wenn sich unter anderem die Energie extrem verteuert? Vor allem Menschen mit geringem Einkommen brauchen einen Ausgleich, etwa in Form von mehr Wohngeld oder des von den Grünen avisierten Energiegeldes. Die künftige Bundesregierung wird unverzüglich handeln müssen, zumal ja weitere Preissprünge bei Gas, Öl und Benzin programmiert sind, um den Umstieg von fossiler auf regenerative Energie zu fördern. Da braucht es zwingend einen sozialen Ausgleich.

Auch für die Gewerkschaften ist die Inflation verständlicherweise ein zentrales Thema. Überziehen sollten sie ihre Lohnforderungen aber nicht – und das haben sie in der jüngeren Vergangenheit aus gutem Grund auch nicht getan. Denn sonst drohte eine Lohn-Preis-Spirale. Die Alternative lautet Lohnzurückhaltung, die wiederum nicht so weit gehen darf, dass die Reallöhne sinken, denn dann sinkt die Kaufkraft, was schlecht ist für die Konjunktur.

Tarifverhandlungen bewegen sich damit zwischen engen Leitplanken. Vorrangig ist auch hier, Menschen mit geringeren Einkommen gezielt abzusichern, zum Beispiel durch eine Anhebung der Tarife um einen Festbetrag. Genau das fordern die Gewerkschaften in den Verhandlungen für den öffentlichen Dienst der Länder, und genau das ist aktuell wichtiger denn je.

@ Den Autor erreichen Sie unter mantel@zgo.de

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