Hamburg

„Bares für Rares“- Star soll Wipperfürths Kappe verkaufen

Marie Busse
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Von Marie Busse
| 08.10.2021 22:51 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 2 Minuten
Markus Wipperfürth ist als Fluthelfer im Ahrtal unterwegs. Foto: dpa/Oliver Berg
Markus Wipperfürth ist als Fluthelfer im Ahrtal unterwegs. Foto: dpa/Oliver Berg
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Der Landwirt und Fluthelfer Markus Wipperfürth wollte seine Baseball-Kappe für den guten Zweck online versteigern. Nachdem das gescheitert ist, übernimmt jetzt ein bekanntes TV-Gesicht den Verkauf.

Die Online-Versteigerung einer alten Baseball-Kappe des Lohnunternehmers und Ahr-Fluthelfers Markus Wipperfürth erzielte 80.350 Euro. 41 Bieter hatten zuvor innerhalb von drei Tage 90 Mal geboten, geht aus der Ebay-Gebotsübersicht hervor. Darunter waren aber offenbar viele Spaßbieter. „Im Nachgang der Auktion haben wir vermehrt Bieter kontaktiert, um Herrn Wipperfürth dabei zu unterstützen, das höchstmögliche seriöse Gebot zu identifizieren. Bedauerlicherweise kam es bei dieser Auktion jedoch zu keinem abschließenden Verkauf“, hieß es auf Nachfrage der „Bild“. 

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Wippenfürth reagierte entsetzt auf die geplatzte Aktion. „Wie kann man mit dem Leid der Leute so einen Schabernack betreiben? Das ist das allerletzte“, zitiert ihn die „Bild“.

„Bares für Rares“-Star übernimmt

Der Lohnunternehmer hatte geplant, das Geld den Flutopfern zu spenden. Der Landwirt aus der Nähe von Köln  ist seit Wochen als Helfer in der besonders von der Flut betroffenen Region Ahrweiler in Rheinland-Pfalz unterwegs. Auf Facebook, wo er täglich über die Situation in dem Krisengebiet und über seine Arbeit informiert, folgen ihm mittlerweile mehr als 400.000 Abonnenten.

Ein neuer Plan zur Versteigerung steht bereits. „Bares für Rares“-Händler Julian Schmitz-Avila soll die Kappe am 7. November im Kurfürstlichem Schloss in Koblenz versteigern. „Es ist eine Charity-Aktion mit dem Rotary-Club, dem Auktionshaus Lux und dem Pfandhaus Hermann. Der Erlös geht an die Flutopfer“, sagte er gegenüber der „Bild“.

In seinen Videos aus dem Hochwassergebiet hatte der Unternehmer auch die Rolle der Behörden kritisiert und sie aufgefordert, sich zurückzuziehen. Das hatte ihm in den sozialen Netzwerken Zuspruch aus der «Querdenker»-Szene eingebracht, von der er sich aber distanzierte: «Mit „Querdenkern“ habe ich absolut nichts zu tun.»

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