Hochwasser

Nach zweieinhalb Monaten: THW Leer zurück aus Flutgebiet

Nikola Nording
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Von Nikola Nording
| 05.10.2021 15:02 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 2 Minuten
Die Helfer des THW-Ortverbands Leer waren wochenlang im Hochwassergebiet im Einsatz. Foto: THW
Die Helfer des THW-Ortverbands Leer waren wochenlang im Hochwassergebiet im Einsatz. Foto: THW
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Mitte Juli startete der Einsatz für das THW in Leer im Hochwassergebiet in Westdeutschland. Nun kamen die letzten Einsatzkräfte zurück.

Leer/Euskirchen - Am 15. Juli war der Leeraner Ortsverband des Technischen Hilfswerks (THW) erstmals alarmiert worden, nun kamen am vergangenen Wochenende die letzten Helfer zurück: In dieser Zeit halfen die ehrenamtlichen Kräfte, die Folgen der Hochwasserkatastrophe in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz zu beseitigen. „Es war einer der größten Einsätze, die wir im Ortsverband hatten“, sagt Stefan Sandstede, Ortsbeauftragter des THW-Ortsverbands Leer. Er schätzt, dass die Mitglieder rund 4000 Arbeitsstunden im Katastrophengebiet geleistet hätten. Am Freitag kamen die letzten Helfer zurück.

Die vorläufige Bilanz: Insgesamt waren Leeraner Rettungskräfte siebenmal in Euskirchen beziehungsweise am Nürburgring. „27 der Kameradinnen und Kameraden waren im Einsatz – einige von ihnen sogar mehrfach“, teilt der THW auf seiner Facebookseite mit. Hinzu kämen die Helferinnen und Helfer, die zwar nicht direkt vor Ort waren, aber viel im Hintergrund geleistet hätten.

Ehrenamtliche im Einsatz

Im Schnitt seien die Ostfriesen eine Woche vor Ort gewesen. Für den Ortsverband sei es gut, dass der Einsatz beendet sei. „Wir können jetzt Kraft tanken“, so Sandstede. Denn nicht nur für die Einsatzkräfte, die ehrenamtlich ins Einsatzgebiet gefahren sind, war es eine Herausforderung. „Auch die Arbeitgeber haben viel Verständnis für den Einsatz gehabt“, sagt der THW-Chef.

Für den Landesverband Niedersachsen-Bremen sei die Arbeit vor Ort zwar vorerst beendet, erklärt Sandstede. „Die Landesverbände aus Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz sind aber weiterhin im Einsatz“, erklärt er. Denn nach wie vor sei die Infrastruktur nicht wieder intakt. „Das THW baut immer noch Brücken und Straßen auf“, sagt er.

Zu den Aufgaben der Leeraner gehörte unter anderem die Betreuung eines Materiallagers für THW und Bundeswehr. Die Tätigkeit in der Zeltstadt für rund 4000 Einsatzkräfte sei eine riesige Aufgabe gewesen, so Sandstede. Außerdem waren viele Helfer in der Lagerlogistik eingesetzt, zum Beispiel als Gabelstapler- oder Lastwagenfahrer. In den ersten eineinhalb Wochen seien auch Mitglieder des Leeraner THW bei der Bergungsgruppe dabei gewesen. „Da haben wir fast alles mitgemacht und Schlimmes gesehen“, berichtet Sandstede. Mit professioneller Hilfe habe man das Erlebte aber verarbeiten können.

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