Polizei
So will Zengler das Polizeikommissariat führen
Der 34-jährige Lars Zengler ist neuer Chef in Papenburg. Zeitgleich mit seinem Dienstantritt wird sich auch etwas ändern – auf dem Hümmling.
Papenburg/Cloppenburg - Parallel zum Dienstantritt ihres neuen Leiters Lars Zengler stärkt die Polizei Papenburg ab sofort ihre Präsenz auf dem Hümmling – vor allem nachts an den Wochenenden. Seit dem vergangenen Freitag ist Lars Zengler aus Cloppenburg neuer Leiter des Polizeikommissariats (PK) Papenburg. Die Kollegen bereiteten ihm einen warmherzigen Empfang. „Ich bin ganz herzlich aufgenommen worden“, sagt der 34-Jährige im Gespräch mit unserer Redaktion. Als Symbol für seinen Dienst-Start in dem historischen PK-Gebäude in Papenburg überreichten sie dem Polizeioberrat einen sauber ausgeschnittenen und mit königsblauem Band verzierten Schlüssel aus Karton.„Gutes Netzwerk“
In den kommenden Tagen wird es für Zengler nach eigenem Bekunden darum gehen, die insgesamt rund 120 Kollegen auf den Dienststellen im Zuständigkeitsbereich des PK (Papenburg, Rhede sowie die Samtgemeinden Dörpen, Sögel, Werlte und Nordhümmling) sowie „Land und Leute“ kennenzulernen. So viel könne er aber schon jetzt sagen: Die polizeiliche Arbeit im nördlichen Emsland sei „wirklich super“. Gerne wolle er gemeinsam „da weitermachen, wo wir jetzt sind“, sagt Zengler, der in den vergangenen zwei Jahren die Polizei-Dienststelle in Wittmund leitete. Das bedeutet nach den Worten des Polizeioberrates, das „gute Netzwerk“ der Polizei zu pflegen und auszubauen.
Zusätzliche Streife auf dem Hümmling
Apropos ausbauen: Wie Wilfried Bohse, in den vergangenen drei Monaten kommissarischer Leiter des PK Papenburg, mitteilte, wird es auf dem Hümmling ab sofort freitags und samstags eine zusätzliche Nachtstreife für den Bereich Werlte geben. Ziel sei es, den dafür bewilligten personellen Zuwachs dauerhaft beizubehalten.
Grundsätzlich gelte – da sind sich Zengler und Bohse einig –, dass die rund 100.000 Menschen im nördlichen Emsland in einer sicheren Region leben. Daran ändere auch eine subjektive Wahrnehmung nichts, die Polizei sei auch im ländlichen Raum sichtbar und präsent.
Vater war Polizist
Aktuell haben wir beispielsweise keine Serie von Einbrüchen, die Anlass zur Sorge geben würde“, sagt Bohse. Auch gebe es „keine Gang“, die die Gegend unsicher mache. Wie Bohse weiter ausführt, halte sich überdies das Beschwerdeaufkommen von Bürgern zurzeit „arg in Grenzen“.
Lars Zengler nennt sein neues Dienstfeld „reizvoll“. Überhaupt sei die Arbeit bei der Polizei facetten- und abwechslungsreich, biete täglich neue Herausforderungen und mache zudem „viel Spaß“. Zengler muss es wissen, war doch schon sein Vater Polizeibeamter. Zengler ist nach Abschluss eines Masterstudiums in den höheren Dienst aufgestiegen. Berufliche Erfahrung hat er unter anderem im Einsatz- und Streifendienst, im Ermittlungsbereich und im Polizei-Stabsdienst. So war der 34-Jährige beispielsweise Pressesprecher der benachbarten Polizeiinspektion (PI) Emden/Leer.
Unterdessen kehrt Wilfried Bohse nach der kommissarischen PK-Führung in die Leitung des Einsatz- und Streifendienstes in Papenburg zurück. Er hatte sozusagen die vergangenen Monate überbrückt, nachdem sich der ebenfalls kommissarische PK-Leiter Thomas Ludwig in den Ruhestand verabschiedet hatte. Ludwig führte das Kommissariat seit dem Abschied von Robert Raaz Anfang Oktober 2019 – bis zu Lars Zenglers Dienstantritt letzter „regulärer“ PK-Leiter in Papenburg. Er hatte das Kommissariat gut zwei Jahre geleitet.