Fußball
Firreler 4:1-Derbysieg und ein Torhüter-Comeback
GW Firrel hat seinen Landesliga-Konkurrenten Germania Leer am Freitag mit 4:1 bezwungen. Die Firreler konnten mit ihrer Leistung zufrieden sein – nur eine Sache wurmte den GW-Keeper.
Leer - Die Rückkehr von Firrels Fußball-Torwart René Carstens wäre fast perfekt gewesen: „Das Gegentor wurmt mich doch etwas“, sagte der 1,98-Meter-Mann. Carstens war letztlich aber der starke Rückhalt seiner Mannschaft, mit der er am Freitagabend vor rund 350 Zuschauern einen verdienten 4:1-Derbysieg beim Landesliga-Konkurrenten Germania Leer feierte.
Erste Carstens-Parade in der 5. Minute
Die Fußballfans bekamen vor allem in den ersten rund 20 Minuten ein flottes Spiel geboten. Die Hausherren starteten mit viel Tempo und wurden bereits nach fünf Minuten das erste Mal gefährlich. Ein Diagonalpass von Lukas Koets erreichte Eike Begemann, der alleine vor dem Tor stand und aus elf Metern abzog. Doch Carstens war zur Stelle und hielt das Leder. Im Gegenzug war es Manuel Suda, der auf Firreler Seite den ersten Warnschuss abgab. Aus 15 Metern verfehlte er aber das Germania-Tor – der Ball flog drüber (6.). Kein Glück hatte auch VfL-Spieler Daniel Werner, der aus 20 Metern ebenfalls über das GW-Gehäuse schoss.
In der elften Minute brandete dann erstmals Jubel bei den Gästen auf. Nachdem Germania-Keeper Frank Beekmann den 16-Meter-Schuss von Suda nur noch nach vorne abwehren konnte, verwertete Tim Schouwer den Abpraller zur Firreler 1:0-Führung (11.). Wenige Minuten später hätte Eike Tulke auf 2:0 erhöhen können, doch Keeper Beekmann war im Weg (14.). In der 23. Minute machte es Tulke besser, als er im Strafraum freie Bahn hatte und überlegt aus elf Metern mit links zum 0:2 abschloss. Kurz vor der Pause versuchte Tom Böhling, für die Gastgeber zu verkürzen, doch der Schuss aus spitzem Winkel verpasste das Firrel-Tor nur knapp (37), womit es beim 0:2 zunächst blieb.
Germanias Joker traf in den Schlussminuten
In der zweiten Halbzeit kontrollierten die Gäste das Spiel im Dauerregen klar, wobei die Partie nicht mehr das Niveau wie in den ersten 45 Minuten hatte. Dennoch bekamen die Zuschauer noch drei Tore zu sehen. Firrels Patrick Vietor zog aus 30 Metern ab und Aleksandar Radenkovic lenkte den Ball mit dem Fuß zum 0:3 ins Germania-Tor (63.). In der Folge trug sich auch Manuel Suda in die Torschützenliste ein. Nach schönem Steilpass von Tim Schouwer auf Suda, war dieser auf und davon und traf zum 0:4 (85.). Es schien, als ob René Carstens sein Tor gänzlich sauber halten könnte, doch dann war Germanias eingewechselter Silas-Arik Eickershoff nicht zu stoppen. Aus elf Metern erzielte er den Ehrentreffer für die Leeraner (88), die sich zuvor keine einzige Torchance erarbeitet hatten.
„Firrel hat verdient gewonnen“, sagte Germanias Trainer Christian Rosendahl nach dem Abpfiff. „Wir waren viel zu harmlos im Angriff und sahen bei den Gegentoren schlecht aus. In der Verteidigung merkte man, dass mir drei Stammspieler fehlten. Aber wir müssen jetzt weitersehen und uns aus dem Tief herausholen.“
Spieldaten
Germania Leer: Beekmann; Begemann, Böhling (73. Bugiel), Kaßmann, Berghaus (79. Eikershoff), Beening, Busemann (73. Kurt), Koets, Werner (46. Mdayhli), Poppenga, Jonjic
GW Firrel: Carstens; Schouwer, Steinheuser, Suda, Radenkovic, Tulke, Vietor, B. Grotlüschen, Rein. Grotlüschen (87. Ra. Grotlüschen), Schmidt (68. Zimmermann), Drews (80. Otto)
Tore: 0:1 Schouwer (10.), 0:2 Tulke (23.), 0:3 Radenkovic (63.), 0:4 Suda (85.), 1:4 Eickershoff (88.)