Bundestagswahl
Federn gelassen
Gitta Connemann hat den Wahlkreis Unterems wieder gewonnen. So richtig freuen wird sie sich über das Ergebnis aber nicht.
Gitta Connemann hat zum fünften Mal seit 2002 das Bundestags-Direktmandat im Wahlkreis Unterems gewonnen. So richtig freuen wird sich die Christdemokratin nicht über ihren Erfolg, denn nicht nur ihre Partei hat im Wahlkreis deutliche Zweitstimmenverluste erlitten: Auch sie hat Federn gelassen.
In Westoverledingen büßte sie gar 6,5 Prozentpunkte ein, unterlag ihrer SPD-Herausforderin Anja Troff-Schaffarzyk (Uplengen). Das könnte mit der Meyer-Werft zu tun haben. Damit, dass sich Werftarbeiter in einer Phase fürchterlichster Auseinandersetzungen mit der Werft-Leitung um Hunderte Arbeitsplätze von Connemann nicht ausreichend unterstützt gefühlt haben.
Gut ist für den Wahlkreis Unterems, für die Region zwischen Haren und Moormerland, dass über die SPD-Liste wohl auch Troff-Schaffarzyk in den Bundestag einziehen wird. Kein gutes Signal hingegen ist, dass die AfD in einigen Gemeinden des Wahlkreises zweistellige Ergebnisse einfuhr.
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