Fußball
2:1 im Derby: Erleichterung in Firrel nach dem ersten Sieg
Im siebten Landesliga-Spiel konnte GW Firrel endlich punkten. Dank einer guten Mannschaftsleistung gelang ein 2:1-Sieg gegen Papenburg. Das Siegtor schoss ein Spieler, der fast ausgefallen wäre.
Firrel - Welch eine Erleichterung bei Grün-Weiß Firrel. Nach dem „historisch schlechten Start“ (Vorsitzender Johannes Poppen) mit sechs Niederlagen durfte der Fußball-Landesligist am Freitagabend erstmals punkten. Und das auch noch dreifach. Im Derby gegen Blau-Weiß Papenburg setzten sich die Ostfriesen dank einer guten Mannschaftsleistung und Nervenstärke vom Elfmeterpunkt mit 2:1 durch. „Ich bin unfassbar stolz auf die Mannschaft. Die Leistungskurve ging auch in den Spielen vorher schon nach oben. Diesmal haben wir uns belohnt“, sagte Daniel Franziskus, der GW Firrel zusammen mit Bernd Grotlüschen trainiert.
Die 300 Zuschauer erlebten ein intensives Spiel, das direkt Fahrt aufnahm. Es war nicht zu sehen, dass ein Null-Punkte-Team auf einen gut gestarteten Gast traf. Die Teams begegneten sich auf Augenhöhe. Nach sieben Minuten strich ein Kopfball von Firrels Lasse Härtel knapp am Tor vorbei. Alex Schmidt hatte den Ball nach einem Freistoß in den Strafraum gebracht. Manuel Suda, dessen Einsatz auf der Kippe stand, verfehlte mit einem Schuss knapp die Führung (28.). Auf Gäste-Seite sorgten David Schiller mit einem Schuss an das Außennetz (16.) und der frühere Leer- und Holtland-Spieler Malte Fokken mit einer tollen Einzelleistung (26.) für die größte Gefahr.
1:0 kurz nach der Pause
Kurz nach der Pause fiel dann die Führung für die noch punktlosen Gastgeber. Nach einem Foul an Spielertrainer Bernd Grotlüschen, der mit dem Marc Steinheuser die Innenverteidigung bildete, erhielt Grün-Weiß einen Elfmeter. Das Duell mit dem früheren Meppener Aufstiegshelden Benjamin Gommert, der seit wenigen Wochen im Papenburger Tor steht, entschied Aleksandar Radenkovic für sich und für Firrel: 1:0 (50.). Kurz darauf bot sich nach tollem Steilpass von Reinhard Grotlüschen Mitspieler Alex Schmidt die Großchance zum 2:0, doch er schob den Ball am Tor vorbei.Genauer zielte auf der anderen Seite dann Malte Fokken. Aus 20 Metern jagte er den Ball per direkt verwandeltem Freistoß in den Winkel. 1:1 nach 64 Minuten. Dann bewahrte Firrels Torwart-Trainer Ralf Potthoff, der wie schon beim 0:2 gegen Wilhelmshaven das Tor hütete, sein Team vor dem Rückstand, als der 44-Jährige eine Fokken-Chance mit einer Fußabwehr vereitelte.
Firreler „Kämpferherz“ ist da
Während die Firreler am Sonntag in der Schlussphase noch den einen Punkt verloren, waren sie diesmal am Ende die Glücklichen. Denn Unruheherd Manuel Suda wurde elfmeterreif gefoult. Der Torjäger trat selbst an und verwandelte den Strafstoß zum 2:1 (82.), das Firrel dann mit viel Leidenschaft verteidigte. „Die Jungs haben heute Abend ihr Kämpferherz gezeigt. Ich bin stolz auf sie“, sagte ein erleichterter Trainer Daniel Franziskus.
Frust herrschte dagegen beim erfahrenen Papenburger Trainer Alo Weusthof. „Das war mir etwas zu wenig von meiner Mannschaft. Bei den beiden Elfmetern haben wir uns auch nicht clever angestellt.“
Firrel: Potthoff; Schouwer, Steinheuser, Suda, Radenkovic (77. El-Garmathi), Tulke, Härtel, B. Grotlüschen (80. Ra. Grotlüschen), Re. Grotlüschen (88. Zimmermann), Schmidt, Drews (46. Vietor).
Papenburg: Gommert; Rohe, Hiller, Korte, Jansen, R. Akkermann (50. Kruth), Schiller, Lange (79. Knoll), Nazari (88. Winnen), Fokken, Heidenberg.
Tore: 1:0 Radenkovic (Foulelfmeter, 51.), 1:1 Fokken (64.), 2:1 Suda (Foulelfmeter, 82.).Spieldaten