Polizei
Ins Handy vertieft – Polizei übersehen
Bei einer Kontrollaktion der Polizei hat ein Ostfriese den Vogel abgeschossen. Er war während der Fahrt so in sein Handy vertieft, dass er die Beamten übersehen hat.
Ostfriesland/Osnabrück - Wie sehr sich Verkehrsteilnehmer durch das Handy ablenken lassen können, hat jetzt noch einmal eine Kontrollaktion der Polizei bewiesen. Und den Vogel hat dabei ein Ostfriese abgeschossen. Der 58-Jährige war am Steuer so in sein Handy vertieft, dass er die Beamten nicht einmal bemerkte, die ihn anhalten wollten. Das teilte die Polizeidirektion Osnabrück mit, zu der unter anderem Ostfriesland gehört.
Einsatzkräfte der Inspektionen hatten von Donnerstag vergangener Woche bis diesen Dienstag einen Fokus auf Fahrer gelegt, die sich auf andere Dinge als den Straßenverkehr konzentrieren. Ziel war es nach Polizeiangaben, für die Gefahren von Handynutzung oder anderen Ablenkungen beim Fahren zu sensibilisieren und entsprechende Verstöße zu ahnden. Das Motto lautete „Augen auf im Straßenverkehr“. Insgesamt wurden 311 Fahrer erwischt, die sich haben ablenken lassen – darunter auch Fahrradfahrer. Ihnen droht mit einem Bußgeld von 55 Euro eine nicht ganz so saftige Strafe wie den Auto- und Lkw-Fahrern. Die müssen mit 100 Euro und einen Punkt in Flensburg rechnen.
So vermeidet man Ablenkungen
Eine Sprecherin der Polizeidirektion rät dazu, während der Fahrt nicht zu telefonieren. Wenn es gar nicht anders geht, sollte man eine Freisprechanlage nutzen. Sie hat auch Tipps, wie man gar nicht erst in die Versuchung gerät, sich ablenken zu lassen: Das Navi, Radio und andere Geräte vor der Fahrt programmieren oder einschalten, das Handy außer Sichtweite ablegen.
Bei der Kontrollwoche wurden im Bereich der Polizeidirektion rund 1860 Fahrer überprüft. 260 Beamte waren dafür im Einsatz. Quasi als Beifang geriet den Polizisten dabei auch eine sehr betrunkene Autofahrerin ins Netz. Sie war laut Mitteilung mit 2,91 Promille unterwegs. Außerdem hatte die Frau keinen Führerschein.