Soziales

Mehr Platz für Kinnertied in Remels

Christine Schneider-Berents
|
Von Christine Schneider-Berents
| 21.09.2021 07:05 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 3 Minuten
Die Kindertagesstätte Kinnertied in Remels wird erweitert. Foto: Stromann
Die Kindertagesstätte Kinnertied in Remels wird erweitert. Foto: Stromann
Artikel teilen:

Die Kita Kinnertied in Remels hat nicht genügend Platz. Deshalb muss gebaut werden. Das kostet rund 350.000 Euro. Damit die Gemeinde Uplengen das nicht alleine stemmen muss, gibt es finanzielle Hilfe.

Uplengen - In der Gemeinde Uplengen gibt es immer mehr Kinder. Deshalb steigt der Bedarf an Betreuungsplätzen in den Kindertagesstätten. Das ist jetzt in Remels der Fall. Dort muss die Kita Kinnertied erweitert werden. Die Einrichtung an der Ostlandstraße bekommt einen Gruppenraum hinzu. Der soll im Obergeschoss ausgebaut werden. „Wir kalkulieren mit Kosten in Höhe von rund 350.000 Euro“, teilt Bürgermeister Heinz Trauernicht mit.

Der Ausschuss für Jugend, Senioren, Soziales und Sport hat sich kürzlich mit dem Projekt beschäftigt und es befürwortet. Denn für die Erweiterung gibt es Zuschüsse. Laut der Richtlinie (IKiGa) des Landes Niedersachsen für die Bewilligung von Zuwendungen zur Förderung von Investitionen in Tageseinrichtungen für Kinder im Alter von drei Jahren bis zur Einschulung gibt es aus Hannover rund 126.000 Euro. Der Landkreis Leer beteiligt sich mit 38.750 Euro an die Baukosten. Damit müsse die Gemeinde Uplengen aber immer noch fast die Hälfte der Kosten selbst stemmen.

Dynamische Entwicklung

„Es hilft nichts. Wir müssen bauen“, kommentiert der Bürgermeister das Vorhaben. Die Gemeinde erlebe seit Längerem eine dynamische Entwicklung. „Schauen Sie sich nur einmal an, wie es im neuen Baugebiet an der Schleusenstraße vorangeht“, so Trauernicht. Dort werde ein Haus nach dem anderen gebaut. In Remels ließen sich viele junge Familien nieder. „Und Eltern heute nehmen zunehmend das Betreuungsangebot der Kitas in Anspruch. Das ist ja nun einmal so. Dem müssen wir als Kommune Rechnung tragen“, sagt der Verwaltungschef.

In der Kita Kinnertied waren bereits im vergangenen Jahr alle drei Kindergarten- und beide Krippengruppen voll ausgelastet. Um allen Mädchen und Jungen einen Platz anbieten zu können, wurde die Mensa umfunktioniert. Dieser Raum wurde so hergerichtet, dass 23 Kinder darin betreut werden können. Die Integrationsgruppe wurde befristet in eine Regelgruppe umstrukturiert. Das sei mit dem regionalen Landesamt für Schule und Bildung in Oldenburg abgestimmt, so Trauernicht.

118 Betreuungsplätze

Auf diese Weise sei es gelungen, dass ab dem Kindergartenjahr 2021/2022 insgesamt 45 Plätze in drei Krippengruppen und 73 Mädchen und Jungen in drei Regelgruppen betreut werden könnten. Die entsprechende Betriebserlaubnis liege laut Verwaltung seit August vor.

Dass die Mensa auch in den nächsten Monaten nicht zur Verfügung steht, hält die Leiterin der Kita Kinnertied, Marion Fahrenholz, für unproblematisch. Seit der Corona-Pandemie seien die Gruppen unter sich. Das gelte auch für die Essenszeiten. So wolle man das Infektionsrisiko minimieren, sagt Fahrenholz.

Ähnliche Artikel