Fußball
TuRa-Gegner SV Bevern „entschuldigt“ sich für 5:1-Sieg
Einen denkwürdigen Landesliga-Nachmittag erlebt TuRa 07 Westrhauderfehn. Die Ostfriesen erarbeiteten sich in Bevern zahlreiche Chancen – und verloren 1:5. Dem Gegner ist das Ergebnis fast unangenehm.
Bevern - So etwas kommt auch nicht alle Tage vor, dass der Gegner sich für einen 5:1-Sieg „entschuldigt“. „So verrückt das klingen mag: Das war ein glückliches 5:1. TuRa war alles andere als chancenlos.“ Die Worte von Peter Hölzen, Co-Trainer des SV Bevern, konnten die Landesliga-Fußballer von TuRa 07 Westrhauderfehn nach der derben Auswärtspackung kaum trösten.
„Wir haben 1:5 verloren – und ich kann meinen Jungs für ihre Leistung kaum einen Vorwurf machen. Die war nämlich über weite Strecken gut. Leider haben wir unsere Chancen nicht genutzt“, sagte TuRa-Trainer Erhan Colak, der nach 17 Minuten noch von einer Auswärtsüberraschung träumen durfte. Ole Eucken hatte einen Freistoß aus fast 30 Minuten per Flachschuss direkt verwandelt, der Torwart sah nicht schuldlos aus. „Danach gab es weitere Chancen, wir hätten 3:0 führen können, wenn nicht müssen.“ Unter anderem lenkte der SV-Torwart einen Schuss von Sönke Weßling noch gerade so an die Latte.
TuRa-Torwart patzt beim 1:1
Beim Ausgleich patzte dann TuRa-Keeper Hendrik Gossmann, der einen harmlosen lang geschlagenen Ball schon in den Händen hielt und das Spielgerät dann wieder fallen ließ. Sebastian Sander bekam den Ball und bediente Matthis Henning, der problemlos zum 1:1 einschob.
Spieldaten
Westrhauderfehn: Gossmann; Meyer (69. Douwes), Weber (74. M. Eucken), Janßen, O. Eucken, Weßling, M. Buscher, Malchus, Flügge, Lüpkes (80. Waden), Menken (77. Mansholt).
Tore: 0:1 O. Eucken (17.), 1:1 Henning (35.), 2:1 Sander (63.), 3:1 Thoben (65.), 4:1 Henning (75.), 5:1 König (89.).
„Wir kamen dann auch wieder gut aus der Pause“, erklärte Colak. Zunächst hatte Pascal Menken eine riesige Doppelchance. Erst traf er aus kurzer Distanz den Pfosten, dann den Torwart. „Der muss rein“, gestand auch Beverns Peter Hölzen. „Ebenso ein Kopfball wenige Minuten später.“
Bevern ist gnadenlos effizient
Effizienter präsentierten sich die Gastgeber. TuRa-Verteidiger Mathis Flügge hatte den Ball, trat aber unglücklich in den Boden. Bevern schaltete den „Turbo“ ein und markierte nach Vorarbeit von Sascha Thale aus kurzer Distanz das 2:1 durch Sebastian Sander (63.). Kurz darauf fiel schon das 3:1 (65.). Ein harter Schlag für die Fehntjer. In der Schlussphase erhöhte der Gastgeber, der schon gegen Firrel (6:0) und Leer (4:2) siegte, noch auf 5:1.
„Bevern nutzte mit seiner enormen individuellen Qualität die Fehler eiskalt aus“, sagte ein konsternierter Trainer Erhan Colak nach dem denkwürdigen Fußball-Nachmittag in Bevern. „Wer das Spiel nicht gesehen hat, kann einem kaum glauben, dass wir bei einem 1:5 von einer unglücklichen Niederlage sprechen müssen. Das habe ich in der Form auch noch nicht erlebt.“
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