Wintersemester an Unis

Studenten auf dem Standstreifen statt auf der Überholspur

Lars Laue
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Ein Kommentar von Lars Laue
| 19.09.2021 18:29 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 2 Minuten
Studierende der Georg-August-Universität sitzen im Zentralen Hörsaalgebäude. Die großen Universitäten in Niedersachsen wollen zum Start des diesjährigen Wintersemesters wieder so weit möglich in den Präsenzunterricht zurückkehren. Foto: Swen Pförtner/dpa
Studierende der Georg-August-Universität sitzen im Zentralen Hörsaalgebäude. Die großen Universitäten in Niedersachsen wollen zum Start des diesjährigen Wintersemesters wieder so weit möglich in den Präsenzunterricht zurückkehren. Foto: Swen Pförtner/dpa
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Lange Zeit wurden die Studenten in der Corona-Krise vergessen. Höchste Zeit, dass sie nun wieder in den Hörsaal dürfen.

Irgendwann, ziemlich spät in der Corona-Krise, hat die Politik entdeckt, dass sie bei der Bekämpfung der Pandemie die Schüler einfach zu Hause und dann viel zu lange unbeachtet gelassen hat. Das hat sich mittlerweile geändert – zum Glück. Doch was ist eigentlich mit den Studenten, die ihr Studium kurz vor oder während Corona aufgenommen, aber seither kaum eine Uni von innen gesehen haben? Unzählige junge Menschen hat die Pandemie mitten in der Blüte ihres Lebens von der Überholspur auf den Standstreifen befördert.

Umso besser, dass die Studenten zum Wintersemester endlich in die Universitäten zurückkehren können. Ehrlich gesagt wäre mit der 3G-Regel schon deutlich früher mehr möglich gewesen an unseren Hochschulen. Doch während die Schüler in den Fokus rückten, blieben die künftigen Akademiker weiter auf der Strecke.

Dabei ist es für sie mindestens genauso wichtig, sich in der Gemeinschaft dem neuen universitären Lebensabschnitt zu widmen, gemeinsam zu lernen, Erfahrungen zu machen und sich darüber auszutauschen – und dass nicht nur über Videokonferenzen. Nun muss alles daran gesetzt werden, dass unsere Bildungseinrichtungen geöffnet bleiben können. Nicht nur die Schulen, sondern auch die Unis. Jeder Studierende kann übrigens seinen ganz persönlichen Beitrag dazu leisten, indem er sich impfen lässt.

Den Autor erreichen Sie unter mantel@zgo.de

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