Sport
Mit Kunstrasen-Plänen in Moormerland muss es schnell gehen
Sechs Sportvereine in Moormerland wünschen sich einen gemeinsamen Kunstrasenplatz. Um Fördergelder dafür zu bekommen, müssen nun genauere Pläne eingereicht werden – und zwar schnell.
Moormerland - Schon lange wünschen sich sechs Sportvereine in Moormerland einen gemeinsamen Kunstrasenplatz. Für Fördergelder über 675.000 Euro ist das Projekt in die zweite Runde gekommen. Laut Harm Busemann, Sachgebietsleiter im Bauamt, handelt es sich um Bundesmitteln aus dem Programm „Projektträger Jülich“. Damit der Geldsegen nach Moormerland fließt, ist aber noch einiges zu tun – und es müssen Abstriche gemacht werden. Die Sportvereine hatten sich neben der Umwandlung eines Naturrasenplatzes in einen Kunstrasenplatz einen Neubau für weitere Umkleideräume und die Sanitäranlagen gewünscht. „Der Antrag lautete aber ursprünglich auf Sanierung und Erweiterung der bestehenden Anlagen“, sagte Busemann in der jüngsten Sitzung des Bauausschusses. „Jetzt auf einen Neubau zu bestehen, wäre ganz und gar nicht förderlich für den Antrag.“ Außerdem sei es eine Art Paket: „Den Kunstrasenplatz gibt es auch nicht allein“, sagte er.
Was und warum
Darum geht es: In Moormerland wird seit langer Zeit über einen Kunstrasenplatz diskutiert. Der Förderantrag ist eine Stufe weitergekommen. Jetzt müssen schnell detaillierte Pläne vorgelegt werden. Gleichzeitig mussten Abstriche gemacht werden.
Vor allem interessant für: Sport- und Vereinsinteressierte
Deshalb berichten wir: Im Bauausschuss wurde diskutiert. Die Autorin erreichen Sie unter: v.vogt@zgo.de
Das sagen die Vereine
Die sechs Vereine, Fortuna Veenhusen, Concordia Neermoor, SV Warsingsfehn, FC Oldersum, VfL Jheringsfehn sowie der Hockey Club Moomerland wollen den geplanten Kunstrasenplatz, der in Veenhusen entstehen soll, gemeinsam nutzen. „Wir waren natürlich nicht begeistert, als wir informiert wurden, dass die Förderung so wie wir sie uns wünschen, nicht möglich ist“, sagt Frank Lütjens. Der Kassenwart von Fortuna Veenhusen ist einer der Sprecher der Arbeitsgemeinschaft, die die Vereine gegründet haben. „Aber es ist nun einmal so und wir sind in guten Gesprächen mit der Gemeinde.“ Man hätte die Köpfe im Vorstand bereits zusammengesteckt, wo eine Erweiterung der Räume in Veenhusen vielleicht möglich wäre. „Wir brauchen definitiv mehr Umkleiden, alleine, weil auch Frauenmannschaften den Kunstrasen nutzen werden“, so Lütjens. „Es soll für alle passen. Das Kirchturmdenken ist da nicht mehr angebracht.“
Im Gegensatz zu den detaillierteren Plänen, die schnell für die Förderung vorgelegt werden müssen, ist für die abschließende Planung des Platzes und der dazugehörigen Anlagen mehr Zeit. „Wir werden sehen, welche Projekte wir zusätzlich umsetzen wollen, und wie alles auf unserem Gelände zusammenspielen kann“, so Lütjens. Dabei wolle aber niemand auf Biegen und Brechen nur die eigenen Interessen durchsetzen, alles werde in Gesprächen ausgelotet. Das unterstreicht auch Jens de Vries, erster Vorsitzender des FC Oldersum. „Es ist natürlich nicht das Ansinnen der Vereine, dass die Förderung gefährdet wird.“
Kunstrasenplätze sind vielerorts Thema
Nicht nur in Moormerland ist ein Kunstrasenplatz Thema. Der Sportplatz bei der Oberschule in Remels soll von Grund auf saniert und mit einem Kunstrasenplatz ausgestattet werden. Dieses Projekt der Gemeinde Uplengen und des Sportvereins VfB, das 2019 erstmals angekündigt wurde, nimmt langsam Gestalt an. Im Juli kam der Ratsbeschluss: Laut Planungen kostet das Ganze rund zwei Millionen Euro.
Seit Jahren hoffen Fußballer auf einen Kunstrasenplatz in Wiesmoor. Doch bisher scheiterte es immer an den Förderanträgen. Sowohl die Stadtverwaltung als auch die fußballspielenden Vereine in der Stadt wollen einen Kunstrasenplatz zwischen Ottermeer und VfB-Stadion. Wie sieht es 2021 aus? Nicht viel besser als in den Vorjahren, sagte Horst-Dieter Schoon, Fachbereichsleiter Bürger- und Ordnungsdienste bei der Stadt Wiesmoor dieser Zeitung im Februar.