Fußball
TuRa belohnt sich nicht für starke Leistung
Auch Fußball-Landesligist TuRa Westrhauderfehn konnte die Super-Siegesserie von Hansa Friesoythe nicht stoppen. Die Möglichkeiten dafür waren aber da.
Westrhauderfehn - TuRa 07 Westrhauderfehn konnte beim 0:2 (0:0) den 21. Saisonsieg in Folge von Spitzenreiter Hansa Friesoythe nicht verhindern, bot aber nach der Pleite in Leer vor 300 Zuschauern eine engagierte und auch spielerisch ansprechende Leistung. TuRa spielte sehr diszipliniert, agierte ballsicher und ließ Friesoythe kaum ins Spiel kommen Zur Pause waren noch keine Treffer gefallen. Die Gastgeber vergaben einige vielversprechende Möglichkeiten, während der Tabellenführer kaum einmal gefährlich vor dem Fehntjer Tor auftauchte.
So sah es auch Hansa-Trainer Hammad El-Arab. „Wir haben schwer in die Begegnung gefunden. TuRa war mehr als ebenbürtig und hätte zur Pause führen können“, sagte der Coach. „Nach der Pause haben wir dann unseren Rhythmus gefunden und nicht unverdient gewonnen.“ TuRas Coach Erhan Colak war mit der Leistung seiner Mannschaft zufrieden, auch wenn ihn das Ergebnis etwas wurmte. „Wir haben gegen den Spitzenreiter nicht nur gegengehalten, sondern auch spielerisch überzeugt. Zudem hatten wir im ersten Durchgang einige gute Einschussmöglichkeiten. Wenn wir die nutzen, gehen wir wahrscheinlich nicht als Verlierer vom Platz“, sagte Colak. „Wir haben nie aufgegeben und eine überzeugende Mannschaftsleistung gezeigt.“
Spieldaten
Westrhauderfehn: Gossmann, Meyer, Möhlmann, Janßen, Malchus (74. Hinz), Weber (74. Malte Eucken), Buscher, Ole Eucken, Weßling, Lüpkes (67. Menken), Waden.
Tore: 0:1 Siderkiewicz (59.), 0:2 Plichta (Foulelfmeter, 73.).
Weßling verzieht – Lüpkes scheitert am Torwart
Die TuRa-Abwehr hatte zwar in der zweiten Minute die erste gefährliche Situation zu überstehen, als Ole Eucken das Leder nach einem zu kurzen Anspiel von Keeper Hendrik Gossmann gerade noch mit der Fußspitze vor Robert Plichta klären konnte, doch dann wurden die Platzherren mutiger. In der 17. und 18. Minute hatte Frank Waden zwei gute Möglichkeiten. Zunächst scheitete er nach einer tollen Kombination an Torhüter Wojciech Wilhelm, dann verfehlte er das Friesoyther Gehäuse nach Zuspiel von Ole Eucken um Zentimeter. Die nächste Chance hatte Jasper Weber schon kurz darauf. Seinen Schuss von der Strafraumgrenze klärte Sebastian Plog im letzten Moment.
Nach einer halben Stunde zog Weber den Ball nach einem Doppelpass mit Henning Meyer von der Grundlinie vor das Tor auf Wilke Weßling, dessen Schuss ging aber knapp vorbei. In der 31. Minute war wieder Waden an der Reihe. Seinen Schuss nach schönem Zuspiel von Kevin Lüpkes konnte der herausstürzende Wilhelm gerade noch abwehren. In der 39. Minute klärte Wilhelm mit der Faust nach einem langen Pass von Matthias Malchus vor Waden. Glück hatten die Gastgeber in der 41. Minute, als ein Angriff durch die Mitte geblockt wurde, Jan-Philipp Plaggenborg schnell nach vorne spielte, doch der angespielte Keven Oltmer stand im Abseits.
Zweifelhafter Elfmeter für Hansa
In der Pause muss El-Arab die richtigen Worte gefunden haben. Direkt nach Wiederanpfiff köpfte Plichta das Leder nach Vorarbeit des eingewechselten Lucas Baumeister aus sechs Metern neben das Tor. Danach blieb Friesoythe zwar am Drücker, die kompakte TuRa-Abwehr ließ aber kaum etwas zu. Die Vorentscheidung fiel dann nach knapp einer Stunde. Nachdem Gossmann einen Plichta-Schuss noch abwehren konnte, blieb Hansa im Ballbesitz. Janek Siderkiewicz zirkelte den Ball von der Strafraumgrenze gefühlvoll ins obere lange Eck. Danach häuften sich die Möglichkeiten für den Tabellenführer. Gossmann konnte die Schüsse von Oltmer, Plichta und Baumeister aber stark parieren.
In der 73. Minute fädelte Routinier Oltmer bei einem Zweikampf mit Max Möhlmann im Strafraum geschickt ein. Schiedsrichter Jan Krummen vom SV Holthausen-Biene, der ansonsten eine starke Leistung bot, sah ein Vergehen des Fehntjer Abwehrchefs, zeigte auf den Punkt und Plichta verlud Gossmann zum 0:2. Die Platzherren gaben sich noch nicht geschlagen. In der 78. Minute klärte Wilhelm mit starkem Reflex gegen den eingewechselten Marcel Hinz. Nach einem Foul an Weßling scheiterte Ole Eucken in der 86. Minute mit einem Freistoß aus 20 Metern am erneut glänzend regierenden Hansa-Keeper und kurz vor dem Ende köpfte Möhlmann eine Weßling-Ecke knapp übers Tor.