Fußball
Ailton und Co. sorgten in Ihrhove für ein Torfestival
Die Traditionsmannschaft von Werder Bremen spielte am Sonnabend vor 700 Zuschauern in Ihrhove – und gewann 15:0. Der Erlös aus dem Spiel kommt der Hospiz-Initiative Leer zugute.
Ihrhove - Gelungene Ballstafetten, Zuspiele oder Ablage des Balles mit der Hacke sowie butterweiche Flanken: Die Traditionsmannschaft des SV Werder Bremen zeigte beim Benefizspiel in Ihrhove ihr ganzes Können. Gleich mit 15:0 wirbelten Ailton, Torsten Frings, Ivan Klasnic und Co. eine Allstar-Auswahl, bestehend aus Altherren-Fußballern aus Ihrhove, Heisfelde und Ostrhauderfehn sowie Handballern der HSG Leer, auseinander. Ein Tor war schöner als das andere. So mancher Zuschauer schnalzte mit der Zunge und fühlte sich an erfolgreiche Europapokal-Abende und Bundesliga-Auftritte der Werderaner erinnert.
Das Spiel diente einem guten Zweck. Der Erlös aus diesem Spiel kommt der Hospiz-Initiative Leer zugute. Nach Angaben der Veranstalter verfolgten rund 700 Besucher das Fußballspiel. Vor dieser Begegnung wurde ein E-Jugendturnier durchgeführt.
Dieter Burdenski: „Wir sind gerne nach Ihrhove gekommen“
„Ich weiß noch nicht, wie viel Geld zusammengekommen ist, hoffe aber auf einen stattlichen Betrag für die Hospiz-Initiative“, sagte Guido Mülder, neuer Vorsitzender des SV Concordia Ihrhove. Er zeigte sich sehr zufrieden mit dem Ablauf der Veranstaltung. Vor allem mit dem Auftritt der Werderaner. „Die Bremer haben eine tolle Mannschaft. Auch das Ambiente war toll. Zudem hat auch das Wetter mitgespielt“, so Mülder. Auch die Bremer selbst zeigten sich begeistert. „Es gab einen wichtigen Grund, um hier zu sein. Wir sind gerne nach Ihrhove gekommen. Die Zuschauer haben schöne Tore gesehen“, sagte Dieter Burdenski, Torwartlegende beim SV Werder Bremen. Er betreute unter anderem die Werder Traditionself.
Marco Smidt von der Ostfriesen-Auswahl hatte die einzig richtige Möglichkeit
Doch das war bei der Spielkunst der früheren Werder-Stars kaum möglich. Es war noch keine Viertelstunde gespielt – die Spielzeit betrug 2x35 Minuten –, da führten die Werderaner auch schon mit 3:0. Bereits nach drei Minuten flankte der frühere „Kugelblitz“ Ailton auf Ivan Klasnic und schon stand es 1:0. Dann war der gebürtige Brasilianer Ailton an der Reihe, der gleich drei Tore – darunter ein verwandelter Handelfmeter – folgen ließ. Mit einem schönen Heber machten Nelson Valdez und Lars Unger das halbe Dutzend in der ersten Halbzeit voll. Die einzig richtige Möglichkeit für die ostfriesische Auswahl im ersten Durchgang vergab Marco Smidt, der nur knapp das Tor verfehlte.