Fußball

Ailton und Co. sorgten in Ihrhove für ein Torfestival

Holger Weers
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Von Holger Weers
| 05.09.2021 15:13 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 3 Minuten
Ailton (vorne links) und Torhüter Felix Wiedwald waren am Sonnabend mit den Werder-Bremen-Allstars nach Ihrhove gekommen. Fotos: Weers
Ailton (vorne links) und Torhüter Felix Wiedwald waren am Sonnabend mit den Werder-Bremen-Allstars nach Ihrhove gekommen. Fotos: Weers
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Die Traditionsmannschaft von Werder Bremen spielte am Sonnabend vor 700 Zuschauern in Ihrhove – und gewann 15:0. Der Erlös aus dem Spiel kommt der Hospiz-Initiative Leer zugute.

Ihrhove - Gelungene Ballstafetten, Zuspiele oder Ablage des Balles mit der Hacke sowie butterweiche Flanken: Die Traditionsmannschaft des SV Werder Bremen zeigte beim Benefizspiel in Ihrhove ihr ganzes Können. Gleich mit 15:0 wirbelten Ailton, Torsten Frings, Ivan Klasnic und Co. eine Allstar-Auswahl, bestehend aus Altherren-Fußballern aus Ihrhove, Heisfelde und Ostrhauderfehn sowie Handballern der HSG Leer, auseinander. Ein Tor war schöner als das andere. So mancher Zuschauer schnalzte mit der Zunge und fühlte sich an erfolgreiche Europapokal-Abende und Bundesliga-Auftritte der Werderaner erinnert.

Ivan Klasnic (rechts) brachte Werder Bremen in der dritten Spielminute in Führung.
Ivan Klasnic (rechts) brachte Werder Bremen in der dritten Spielminute in Führung.

Das Spiel diente einem guten Zweck. Der Erlös aus diesem Spiel kommt der Hospiz-Initiative Leer zugute. Nach Angaben der Veranstalter verfolgten rund 700 Besucher das Fußballspiel. Vor dieser Begegnung wurde ein E-Jugendturnier durchgeführt.

Dieter Burdenski: „Wir sind gerne nach Ihrhove gekommen“

„Ich weiß noch nicht, wie viel Geld zusammengekommen ist, hoffe aber auf einen stattlichen Betrag für die Hospiz-Initiative“, sagte Guido Mülder, neuer Vorsitzender des SV Concordia Ihrhove. Er zeigte sich sehr zufrieden mit dem Ablauf der Veranstaltung. Vor allem mit dem Auftritt der Werderaner. „Die Bremer haben eine tolle Mannschaft. Auch das Ambiente war toll. Zudem hat auch das Wetter mitgespielt“, so Mülder. Auch die Bremer selbst zeigten sich begeistert. „Es gab einen wichtigen Grund, um hier zu sein. Wir sind gerne nach Ihrhove gekommen. Die Zuschauer haben schöne Tore gesehen“, sagte Dieter Burdenski, Torwartlegende beim SV Werder Bremen. Er betreute unter anderem die Werder Traditionself.

Torsten Fringe erfüllte Foto-Wünsche.
Torsten Fringe erfüllte Foto-Wünsche.
Leuchtende Augen gab es auch bei den Vertretern der Hospiz-Initiative Leer. „Ein riesengroßes Dankeschön an alle Beteiligten. Eine super-tolle Geschichte, die hier auf die Beine gestellt worden ist. Wir sind nämlich auf Spenden angewiesen“, betonte Gretel Bluhm-Janssen, Gründerin und Ehrenvorsitzende der Hospizinitiative Leer sowie Kuratoriumsvorsitzende der Stiftung. Aus sportlicher Sicht hätte sich Gretel Bluhm-Janssen aber mehr Gegenwehr der Allstar-Altherrenauswahl gewünscht. „Mein Tipp lautete 8:1 für Bremen.“

Marco Smidt von der Ostfriesen-Auswahl hatte die einzig richtige Möglichkeit

Doch das war bei der Spielkunst der früheren Werder-Stars kaum möglich. Es war noch keine Viertelstunde gespielt – die Spielzeit betrug 2x35 Minuten –, da führten die Werderaner auch schon mit 3:0. Bereits nach drei Minuten flankte der frühere „Kugelblitz“ Ailton auf Ivan Klasnic und schon stand es 1:0. Dann war der gebürtige Brasilianer Ailton an der Reihe, der gleich drei Tore – darunter ein verwandelter Handelfmeter – folgen ließ. Mit einem schönen Heber machten Nelson Valdez und Lars Unger das halbe Dutzend in der ersten Halbzeit voll. Die einzig richtige Möglichkeit für die ostfriesische Auswahl im ersten Durchgang vergab Marco Smidt, der nur knapp das Tor verfehlte.

Nelson Valdez (links) schrieb nach Abpfiff gedulig Autogramme.
Nelson Valdez (links) schrieb nach Abpfiff gedulig Autogramme.
In der Pause zeigten die Candy-Girls-Cheerleader vom Fanfarenzug Heisfelde mit akrobatischen Hebefiguren ihr Können. In der zweiten Halbzeit durften sich die Kicker des VfR Heisfelde gegen die Werder-Stars messen. Anfangs hielt die Mannschaft noch gut mit, doch dann kassierte auch sie Gegentor um Gegentor. Am Ende hieß es 15:0 für die Traditionsmannschaft. Nach Abpfiff des sicher leitenden Schiedsrichters Günter Rosendahl (Warsingsfehn) begann noch auf dem Rasen der Ansturm der meist jugendlichen Fans um Werder-Autogramme. Auf T-Shirts, Eintrittskarten, Schals, Mützen und anderen Utensilien kritzelten die Werder-Stars ihre Unterschrift und kamen zudem geduldig den zahlreichen Wünschen nach einem gemeinsamen Handyfoto der Werder-Anhänger nach.

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