Sanierung

Schimmelpilz im Friesoyther Amtsrichterhaus

Heiner Stix
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Von Heiner Stix
| 01.09.2021 07:21 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 2 Minuten
An Decken im früheren Amtsrichterhaus an der Meeschenstraße war Schimmelbefall entdeckt worden. Foto: Stix
An Decken im früheren Amtsrichterhaus an der Meeschenstraße war Schimmelbefall entdeckt worden. Foto: Stix
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An einigen Teilen der Decke entdeckten Arbeiter bei der Sanierung der historischen Amtsrichtervilla in Friesoythe Schimmelpilz. Ein Gutachter prüfte den Schaden. Der Schaden war örtlich begrenzt.

Friesoythe - Die Umbau- und Sanierungsarbeiten in der früheren Amtsrichtervilla an der Meeschenstraße in Friesoythe stehen unter keinem guten Stern. Erst sorgten schlechte Wetterbedingungen, Corona und Lieferengpässe für Verzögerungen, dann bremste Schimmelbefall die Bauarbeiten aus. Anfang August mussten die Arbeiten in dem denkmalgeschützten Gebäude, in dem zuletzt die Friesoyther Polizei untergebracht war, deshalb ruhen.

Den Schimmel hatten Arbeiter im Deckenbereich des Gebäudes entdeckt. Schon am nächsten Tag sei ein Termin mit einem Sachverständigen vereinbart worden, erläutert Kreissprecher Frank Beumker auf Anfrage. Wegen der Schäden, die beim Hochwasser in Nordrhein-Westfalen entstanden sind, waren die Sachverständigen sehr ausgelastet. In einem ersten Schritt wurden, wie in solchen Fällen üblich, Bautrocknungsgeräte aufgestellt, erläuterte der Kreissprecher.

Befallene Teile fachgerecht entsorgt

Inzwischen hat der bestellte Sachverständige eines Analytik- und Beratungsinstitutes für Innenraumschadstoffe den Schaden im Amtsrichterhaus allerdings erfasst. Die betroffenen Deckenteile seien mittlerweile fachgerecht entsorgt worden, teilte Beumker auf Nachfrage mit. . Zu zeitlichen Verzögerungen der Umbauarbeiten komme es durch den festgestellten Schimmelpilzbefall nicht.

Die 1889 fertiggestellte Amtsrichtervilla war im Zweiten Weltkrieg nur in geringem Ausmaß beschädigt worden. 1975 zog dort die Friesoyther Polizei ein, nach ihrem Umzug in das neue Kommissariat am Grünen Hof übernahm 2018 der Landkreis das denkmalgeschützte Gebäude.

Seit April 2020 wird es für eine Nutzung durch das Albertus-Magnus-Gymnasium und die Kreismusikschule umgebaut. Wenn diese Arbeiten fertig sind, soll das historische Gebäude als Bibliothek, für selbstständiges Lernen und für Musikunterricht genutzt werden. Im Herbst soll das Gebäude fertiggestellt sein.

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