Fußball
TuRa 07 Westrhauderfehn zeigt beim 2:2 großartige Moral
Welch ein Spiel an der Werftstraße: Nach toller Leistung und langer Unterzahl spielte TuRa 07 Westrhauderfehn 2:2 gegen Frisia Wilhelmshaven. Die Schlussphase war nichts für schwache Nerven.
Westrhauderfehn - Tura 07 Westrhauderfehn sicherte sich durch ein 2:2 gegen den WSC Frisia Wilhelmshaven den ersten Heimpunkt der laufenden Landesliga-Saison. In einer über 90 Minuten sehr intensiv umkämpften Begegnung führten die Fehntjer vor 200 Zuschauern trotz einer 36-minütigen Unterzahl nach einer Gelb-Roten Karte für Max Möhlmann durch einen Treffer von Henning Meyer in der 87. Minute sogar mit 2:1, kassierten aber in der Nachspielzeit durch einen Foulelfmeter noch den Ausgleich.
„Heute haben wir unser wahres Gesicht gezeigt und eine tolle Moral bewiesen“, lobte TuRas Coach Erhan Colak sein Team. „Schon im ersten Abschnitt haben wir viel Druck gemacht und dann in Unterzahl energisch gegengehalten. Der Ausgleichstreffer in der Nachspielzeit ist zwar ärgerlich, schmälert die Leistung der Jungs aber nicht.“
TuRa startet druckvoll
Seine Mannschaft war von Beginn an bestrebt, die schwache Vorstellung bei der 1:2-Niederlage gegen Wildeshausen vergessen zu machen und startete mit viel Druck. In der 13. Minute schoss Henning Meyer das Leder nach einem Doppelpass mit Jasper Weber knapp über das Tor. Kurz darauf musste Frisias Keeper Sascha Theil mit einer akrobatischen Aktion gegen Frank Waden und Kevin Lüpkes klären.
Aus heiterem Himmel dann das 0:1 in der 22. Minute. Einen umstrittenen Freistoß von Patrick Degen verlängerte Fuat Veselaj mit dem Kopf in Richtung Tor, scheiterte aber am glänzend reagierenden Hendrik Gossmann. Die anschließende Ecke köpfte Tim Rister ins kurze Eck.
17-Jähriger erzielt den Ausgleich
Fünf Minuten später verpasste Möhlmann per Kopf den Ausgleich nach einem Eckball von Sönke Weßling nur knapp. In der 33. Minute klärte Theil einen Schuss von Meyer mit einer Faust, der Nachschuss von Frank Waden verfehlte das Gehäuse um Zentimeter. Nachdem Waden in der 37. Minute eine weitere Chance liegengelassen hatte, fasste sich der 17-jährige Jasper Weber kurz vor der Pause ein Herz und drosch das Leder von der Strafraumgrenze unhaltbar ins obere Tordreieck.
Nach der Gelb-Roten Karte für Max Möhlmann wegen wiederholten Foulspiels in der 54. Minute machten die Jadestädter mächtig Druck, das Spiel breit und drängten die Platzherren in die eigene Hälfte. Rister verpasste in der 60. Minute die erneute Führung, als er eine präzise Flanke von Kristof-Alexander Köhler unbedrängt am Tor vorbei köpfte. TuRa verlegte sich aufs Kontern und hatte Pech, dass ein Freistoß von Frank Waden nach Foulspiel an Menken aus spitzem Winkel das Ziel knapp verfehlte. Danach hatten die Gastgeber in zwei Situationen das Glück auf ihrer Seite. In der 67. Minute traf Degen mit einem Kopfball nur das Torgebälk, drei Minuten später kratzte Gossmann an seinem 23. Geburtstag das Leder gerade noch von der Linie.
Wilde Schlussphase
Frisia drängte nun verstärkt auf den Siegtreffer, entblößte aber dabei die Abwehr. Diese Lücken nutzten die Fehntjer bei schnellen Gegenstößen. In der 86. Minute setzte sich Meyer nach einem schnellen Konter auf der rechten Seite energisch durch, lief allein auf den WSC-Keeper zu, vergab aber überhastet. Besser machte es der Abwehrspieler dann eine Minute später. Ein schönes Zuspiel des gerade eingewechselten Timo Mansholt verlängerte er mit dem linken Fuß an Theil vorbei zum umjubelten Führungstreffer. Wilhelmshaven warf nun alles nach vorne. Nach einem Foul an Veselaj zeigte Schiedsrichter Arne Nibbrig (SV Bad Bentheim), der einige strittige Entscheidungen fällte, zurecht auf den Punkt. Abwehrchef Max Weichert verwandelte sicher.
Gästetrainer Jürgen Hahn lobte den Einsatz der TuRa-Heimmannschaft. „Wir wollten eigentlich drei Punkte mitnehmen. Das wäre auch aufgrund der Chancen in Überzahl durchaus drin gewesen. Wir hätten nach dem Rückstand kurz vor Schluss allerdings auch als Verlierer vom Platz gehen können. Westrhauderfehn hat eine tolle Moral bewiesen und sich erfolgreich gegen die Niederlage gestemmt.“