Osnabrück

Machtfrage: So wichtig sind die TV-Auftritte der Kanzlerkandidaten

Uwe Westdörp
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Von Uwe Westdörp
| 29.08.2021 18:11 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 2 Minuten
Schlagabtausch der Kanzlerkandidaten: Insgesamt dreimal treffen Armin Laschet, Annalena Baerbock und Olaf Scholz bei so genannten Triellen im Fernsehen aufeinander. Foto: Malte Ossowski/SVEN SIMON via www.imago-images.de
Schlagabtausch der Kanzlerkandidaten: Insgesamt dreimal treffen Armin Laschet, Annalena Baerbock und Olaf Scholz bei so genannten Triellen im Fernsehen aufeinander. Foto: Malte Ossowski/SVEN SIMON via www.imago-images.de
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Hochspannung im Bundestagswahlkampf: Der Ausgang der Wahl ist völlig offen. Umso stärker kommt es jetzt auf den direkten Schlagabtausch der Spitzenkandidaten an. Ein Kommentar.

Der Ausgang der Bundestagswahl ist völlig offen, eines aber steht fest: Mit einem „Weiter so“ ist es nicht getan. Denn die politischen Verhältnisse und die Lebensumstände ändern sich gravierend und rasant. Die Corona-Krise, der Klimawandel und außenpolitische Herausforderungen wie das Afghanistan-Debakel erfordern Politikerinnen und Politiker mit Weitblick, Strategie und Überzeugungskraft. Daran müssen sich Annalena Baerbock, Armin Laschet und Olaf Scholz messen lassen.

Wer hat einen Plan für Deutschland? Und wer hat den Elan, die Disziplin und die Kraft, ihn in die Tat umsetzen? Das ist die zentrale Frage bei allen TV-Duellen und -Triellen, wie sie jetzt reihenweise zu sehen sind.

Der Wahlkampf ist auch deshalb so spannend, weil es keinen hervorstechenden Kanzlerkandidaten gibt. Alle drei Bewerber haben Stärken und Schwächen. Baerbock hat sich größer gemacht als sie ist. Laschet wirkt oft fahrig und unkonzentriert. Scholz ist zwar derzeit Spitzenreiter, aber auch derjenige, der möglicherweise gefährliche Altlasten mit sich herumschleppt.

Mitentscheidend wird auch sein, welche Teams die Spitzenkandidaten bis zur Wahl präsentieren. Denn natürlich wäre es unangemessen, die Wahlentscheidung in einem der wichtigsten Industrieländer der Welt an drei Personen festzumachen. Die Wähler brauchen ein klares Angebot: inhaltlich und personell. Die Grünen mit ihrer Doppelspitze sind da klar im Vorteil. Auf Wahlplakaten sieht man Baerbock neben dem überaus populären Robert Habeck. Aber wo ist eigentlich Friedrich Merz? Und was ist mit Hubertus Heil, Kevin Kühnert und anderen Hoffnungsträgern der SPD?

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