Nach Schulbrand
Collinghorst: Unterricht in der Schule beginnt später
Am Montag ist die Grundschule in Collinghorst bei einem Brand schwer beschädigt worden. Jetzt steht fest, wann der Unterricht dort beginnen soll. Außerdem gibt es gute Nachrichten für die Einschulung.
Collinghorst - Jetzt steht es fest: Der Präsenzunterricht an der durch ein Feuer Anfang der Woche beschädigten Grundschule Overledinger Geest in Collinghorst verschiebt sich um eineinhalb Wochen. Am 13. September sollen die Schüler der zweiten bis vierten Klassen erstmals nach den Ferien wieder in ihre Klassenräume gehen, sagt Schulleiter Timo Dogs.
Solange gebe es – wie schon während der Corona-Krise – Aufgaben für das Distanzlernen. „Wir werden die Eltern informieren“, kündigt Dogs an. Es soll auch eine Notbetreuung angeboten werden. An den Plänen für die Einschulung der 43 Erstklässler ändert sich hingegen nichts.
Viel zu Organisieren
Damit der Unterricht an der Schule überhaupt wieder losgeht, haben er, die Lehrer und Vertreter der Gemeinde Rhauderfehn, die Träger der Schule ist, nach dem Brand am Montag viel organisiert. Zwar wurden die Klassenräume nicht in Mitleidenschaft gezogen, aber der Schaden ist dennoch immens. Das Feuer zerstörte den Mitteltrakt mit dem Lehrerzimmer, Sanitärräumen und Verwaltungsbüros. „Die ganze Versorgung – Telefon, Internet, Strom, Heizung – liefen über den Mitteltrakt“, sagt Gemeinde-Bauamtsleiter Michael Taaks. Anfang der Woche sollen neue Stromleitungen verlegt werden. Der Auftrag sei bereits erteilt.
Als Ersatz für den zerstörten Mitteltrakt wurden Container bestellt. In der kommenden Woche bekomme eine Rhauderfehner Firma solche – inklusive mehrerer Büros und einem großem Besprechungsraum, der als Lehrerzimmer dienen soll – von einer Großbaustelle zurück. „Das ist ein Glücksfall für uns“, sagt Taaks. Er hofft, dass die Container Ende nächster Woche auf dem Schulgelände ankommen. Wenn alles nach Plan läuft, stehe dem Beginn des Präsenzunterrichts am Montag, 13. September, nichts im Weg.
Einschulung wie geplant
Mit der Zusammenarbeit mit der Gemeinde und den Lösungen ist Schulleiter Dogs zufrieden: „Wir sind auf einem guten Weg.“ Auch wenn er gerne die Schule eher eröffnet hätte. Zum einen müsste die Versorgung gewährleistet sein, und auch die Sicherheit gehe vor, sagt er. Noch werde auf dem Gelände viel gearbeitet. „Hier werden Zäune gezogen und geschraubt“, sagt Dogs.
Für die Erstklässler soll alles einigermaßen normal laufen. „Die Einschulung findet wie geplant statt“, kündigt Dogs an. Die sei für die 43 Jungen und Mädchen, je nach Wetter, am 4. September auf dem Sportplatz oder in der Turnhalle geplant. In der Woche darauf, in der die Schule noch geschlossen sein wird, soll Präsenzunterricht in anderen externen Gebäuden angeboten werden. „Wenn die zu Hause lernen, ohne ihre Lehrerin gesehen zu haben, wäre das pädagogisch nicht sinnvoll“, sagt Dogs. Um Ersatzräume zu organisieren, seien er und Taaks derzeit in Gesprächen.