Geschichte
Zaun aus Walkinnladen wird jetzt besser geschützt
Auch in der Roelof-Gerritz-Meyer-Straße auf Borkum wird nun der historische Zaun aus Walkinnladen geschützt. Unter anderem werden ein Muschelbeet sowie Abdeckplatten errichtet.
Borkum - Die Zäune aus Walkinnladen zählen zu den sichtbarsten Relikten aus der Borkumer Walfängerzeit. Nachdem der Heimatverein bereits 2017 den ersten in der Wilhelm-Bakker-Straße befindlichen Zaun durch einen Umbau geschützt hat, begannen diese Woche die Arbeiten für die bewährten Schutzvorrichtungen am zweiten Zaunstück in der Roelof-Gerritz-Meyer-Straße.
Besucher sollen Walknochen in Ruhe anschauen können
Einen weiteren Schritt wolle man gehen, indem die Durchfahrt für Fahrradfahrer eingeschränkt werde. „Wir wollen auch hier dem Besucher die Möglichkeit geben, sich die Walknochen in Ruhe anschauen zu können, ohne dass Radfahrer dabei stören“, sagte Mitinitiator Gregor Ulsamer im Juni. Um die Instandhaltung des Schutzprojekts sicherzustellen ist der Heimatverein mit einem Teil des Grundstücks der Eigentümerin im Grundbuch eingetragen.
Die Zäune sind in dieser Größe und Bedeutung weltweit einmalig. Außer auf Borkum gibt es nur noch auf Föhr einen aus ein paar Resten bestehenden Zaun. Die Borkumer Walfänger arbeiteten zwischen dem 17. und 19. Jahrhundert als Ruderer, Harpuniere und Kommandeure auf großen Walfangschiffen. Der bekannteste unter ihnen war Roelof Gerritz Meyer. Zwischen 1736 und 1781 erlegte der Borkumer Seemann auf 44 Fahrten insgesamt 301 Wale.