Oberledingerland

Schulen hoffen auf noch mehr Luftfilter

Svenja Wagner
|
Von Svenja Wagner
| 18.08.2021 09:12 Uhr | 1 Kommentar | Lesedauer: ca. 3 Minuten
Artikel teilen:

Viele Schulen sind teilweise mit den Geräten ausgestattet. Nur Ostrhauderfehn wartet noch auf Bescheide.

Oberledingerland - Schulen im Oberledingerland sind weitestgehend gut mit mobilen Luftfilteranlagen ausgestattet. Das sagen die Gemeinden und der Landkreis Leer auf Anfrage dieser Zeitung. Mit Ausnahme der Gemeinde Ostrhauderfehn haben alle Gemeinden und der Landkreis den Erstbedarf mit Hilfe von Fördergeldern und einer Spende decken können. Die 38 Grundschulen im Oberledingerland und 24 weiterführenden Schulen im Landkreis Leer haben nun insgesamt rund 200 Anlagen.

Während diese Geräte das regelmäßige Lüften zwar nicht ersetzen, reinigen sie die Luft zusätzlich. Die ist dann gesünder, das bedeutet mehr Sicherheit.

Warten auf die Bewilligungen

Die Ämter stünden im ständigen Austausch mit den Schulen, um den Bedarf an Luftfiltern zu kontrollieren. So habe es in der Gemeinde Westoverledingen und beim Landkreis Leer Nachfragen für mehr Anlagen in den Schulen gegeben, teilen die dortigen Verwaltungen mit. Teilweise sind die Anlagen schon nachgerüstet worden. Der Mehrbedarf und die Förderprogramme für die Luftfilteranlagen von Bund und Land werden weiterhin überprüft, heißt es auf Nachfrage bei den zuständigen Behörden.

Für die zwei Grundschulen in Ostrhauderfehn (Holtermoor und Middendorfstraße), die noch keine Luftreinigungsanlagen haben, wurden laut Guido Meyer, Leiter der Bauverwaltung, Anträge für Fördergelder beim Bund gestellt. „Wir warten auf die Bewilligungsbescheide“, sagt Meyer.

Rhauderfehn hat 26 Anlagen

In der Region hat man sich für die mobilen Geräte entschieden. Aus gutem Grund, wie Rhauderfehns Bürgermeister Geert Müller sagt: „Die zentralen Anlagen würden Millionen kosten, es müssten viele Anträge gestellt werden, und die Montage ist sehr viel aufwendiger.“

Mit den jetzigen Geräten sind auch Lehrer, Schüler und Eltern in Rhauderfehn zufrieden. Denn die Rückmeldungen sind durchweg positiv, sagt Marcel Degner, stellvertretender Abteilungsleiter des Hauptamtes im Rhauderfehner Rathaus. In den fünf Rhauderfehntjer Grundschulen sind 26 von insgesamt 40 Klassenzimmern seit Anfang des Jahres mit mobilen Luftfiltern ausgestattet.

Landkreis plant weitere Anlagen

14.000 Euro Fördergeld des Landes Niedersachsen hat die Gemeinde Rhauderfehn für die Hygiene-Maßnahmen in den Grundschulen ausgegeben.

Der Landkreis Leer hat für seine 24 weiterführenden Schulen bisher 54 mobile Luftfilteranlagen angeschafft. Vom Land habe der Kreis 260.000 Euro Fördermittel bekommen. Gut die Hälfte davon habe man für die Anlagen ausgegeben. Kreissprecher Philipp Koenen sagt: „Der Bedarf wurde zuvor ermittelt.“ Die bisherigen Geräte seien für die Räume angeschafft worden, in denen durch Fenster nicht genügend gelüftet werden könne. Weitere Anlagen seien geplant. Der Kreis müsse sich erst mit den Schulen abstimmen und auf die Förderrichtlinien des Landes warten. In Westoverledingen hatte die Raiffeisenbank Flachsmeer im Dezember 107 Anlagen für die insgesamt 23 Grundschulen und Kitas gesponsert.

Ähnliche Artikel