Triathlon
In Estland kämpften Triathleten mit ostfriesischem Wetter
Matthias Heinken aus Aurich startete am Sonnabend beim Ironman in Tallinn. Der 28-Jährige belegte den 14. Platz in seiner Altersklasse. Das Hawaii-Ticket hat er damit höchstwahrscheinlich verpasst.
Tallinn - Die gesamte Woche über herrschte Kaiserwetter in Estlands Hauptstadt Tallinn – außer am Wettkampftag am Sonnabend. „Das war echtes ostfriesisches Wetter“, sagte der Auricher Matthias Heinken. Der Triathlet des TV Norden startete am Sonnabend in den drei Disziplinen Schwimmen (3,8 Kilometer), Radfahren (180 km) und Laufen (42 km) und kämpfte dabei um ein Ticket für den legendären Ironman auf Hawaii. Bei Sturm und Dauerregen erreichte der 28-Jährige nach 9:28:30 Stunden das Ziel. „Angesichts der Wetterbedingungen und des sehr starken Teilnehmerfeldes bin ich damit sehr zufrieden“, sagte Heinken.
Trainingseinheit mit einem Leeraner
Im Harku-See in Tallinn hatte Heinken am vergangenen Mittwoch noch eine Trainingseinheit mit Ralf Taube absolviert. Der Triathlet aus Leer hatte letztlich aber aus gesundheitlichen Gründen auf einen Start beim Ironman verzichten müssen. Während die beiden Ostfriesen am Mittwoch noch bei strahlendem Sonnenschein trainiert hatten, sorgte der Wind am Sonnabend für unruhiges Gewässer. „Der See war kabbelig“, berichtete Heinken. Außerdem fing es kurz nach dem Start zu regnen an. Die Strecke im Harku-See war laut Heinken statt der üblichen 3,8 Kilometer auch etwas länger. „Es waren um die vier Kilometer.“ Nach 1:08:40 Stunden kam Heinken aus dem Wasser und wechselte aufs Rad.
Die Sportler absolvierten im strömenden Regen einen Rundkurs. „Auf einigen Passagen herrschte nur Gegenwind. Aber als Ostfriese war ich da ganz gut vorbereitet und trainiert“, sagte der 28-Jährige. Auf anderen Teilstücken erreichte Heinken bei Rückenwind und leichter Bergabfahrt dann sogar Geschwindigkeiten bis zu 60 Stundenkilometern. Nach 4:49:12 Stunden hatte er die 180-Kilometer-Strecke absolviert. Nach einem flotten Start auf der Marathon-Strecke konnte er ab Kilometer sechs das Tempo zwischenzeitlich nicht mehr hochhalten. Nach weiteren fünf Kilometern fand er aber wieder in seinen Rhythmus, und meisterte den Marathon in 3:21:25 Stunden.
8000 Kalorien verbraucht
An diesem Dienstag wird Heinken mit seiner Freundin zurück nach Deutschland fliegen. Die Zeit in Estland nutzte das Paar auch, um sich die Hauptstadt anzusehen.
Nach monatelanger Vorbereitung auf den Start in Tallinn gönnte sich Heinken am Sonntag und Montag auch etwas: „Ich habe etwas mehr Nachtisch gegessen“, sagte der Ostfriese und lächelte. Es sei ihm aber auch gegönnt – bei einem Verbrauch von rund 8000 Kalorien beim Ironman am Sonnabend.